Ergebnisprognose nach oben korrigiert
AUA fliegt operativ in die Gewinnzone zurück

Die Austrian Airlines AG (AUA) wird nach schweren operativen Verlusten im Vorjahr im laufenden Jahr zumindest operativ in die Gewinnzone zurück kehren und im nächsten Jahr weiter zulegen können.

Reuters WIEN. Die AUA werde 2002 ein Betriebsergebnis (Ebit) von über 40 Millionen Euro erreichen und peile für 2003 ein Ebit von 120 Millionen Euro an, teilte die heimische Fluglinie am Mittwoch mit.

AUA hat damit 2002 die Ergebnisprognose zum zweiten Mal nach oben korrigiert. Im Oktober hatte AUA die Ebit-Prognose aus dem Sommer auf 35 bis 40 Millionen Euro korrigiert, nachdem sie bis dahin von rund 24 Millionen Euro Betriebsergebnis ausgegangen war. Das Ebit werde nun über 40 Millionen Euro liegen, nach einem operativen Verlust von 89 Millionen Euro im Jahr 2001.

Angaben zum erwarten Ergebnis vor bzw. nach Steuern wurden von der AUA nicht gemacht. Für 2003 hat die AUA ihre Erwartung für das Ergebnis nach Steuern mit 45 Millionen Euro präzisiert. An der Wiener Börse haben AUA am Mittwoch zuletzt mit 7,50 (7,39) Euro fester tendiert. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie damit 4,9 Prozent im Minus, während der ATX 1,1 Prozent verlor.

Die Ergebnisverbesserung führt die AUA auf die umfassende Restrukturierung des Unternehmens zurück. Bis Ende November 2002 hatte AUA 968 Mitarbeiter-Äquivalente abgebaut. Die Branche war im Vorjahr von einer schwachen Konjunktur belastet, zusätzlich führte der Terroranschlag am 11. September 2001 zu Einbrüchen im Verkehrsaufkommen.

"Es ist uns gelungen, Marktanteile zu gewinnen und im Laufe des Jahres den Konzern zügig zu redimensionieren. Damit haben wir eine gute Voraussetzung für die Steigerung unserer Profitabilität und des Unternehmenswertes geschaffen", wird AUA-Vorstandsvorsitzender Vagn Soerensen in der Aussendung zitiert.

Nach einem anfänglich stagnierenden Verkehrsaufkommen und trotz eines nach wie vor reduzierten Sitzplatzangebotes werde die AUA 2002 mit voraussichtlich 8,9 Millionen Fluggästen einen neuen Beförderungsrekord aufstellen. Bis Ende Oktober hatte die AUA ein Passagierplus von 2,6 Prozent ausgewiesen. Bei den Passagieren will die AUA 2003 auf 9,5 Millionen zulegen.

Der durchschnittliche Auslastungsfaktor der Liniendienste werde 2002 voraussichtlich auf rund 70 Prozent gesteigert werden können.

Zum erwarteten Ebit für 2003 heißt es in der Aussendung, dass dieser Prognose ein Wechselkursverhältnis Euro/Dollar von 0,98 zugrunde liege. Für den Treibstoff bilde ein Preis von 240 Dollar pro Tonne Kerosin die Planungsgrundlage.

Die mittelfristige Verbesserung der Eigenkapitalbasis wurde von der AUA bestätigt. Bis 2006 solle die Eigenkapitalbasis von derzeit 13,3 Prozent auf rund 30 Prozent erhöht werden.

"Unser vorrangiges Finanzziel des Unternehmensplanes 2003 bis 2006 stellt die Erhöhung der Eigenmittelquote von zur Zeit 13,3 Prozent auf rund 30 Prozent dar. Die weitere Optimierung des Netzwerks, die Senkung der Einheitskosten aufgrund der Technik-Zusammenlegung und Flottenharmonisierung, der effiziente Standort Wiens im Ost-West Verkehr und die weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit Star Alliance sind die Säulen der Profitabilität, die diesen Eigenkapitalaufbau gewährleisten", wird Finanzvorstand Thomas Kleibl zitiert.

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