Ergebnisse am „Super Tuesday“
Clinton holt Kalifornien, Huckabee verblüfft

Packendes Vorwahlrennen in den USA: Hillary Clinton gewann am „Super Tuesday“ die meisten Vorwahlen an der Ostküste. Auch im wichtigen Kalifornien schnappte sie der Konkurrenz die Delegierten weg. Doch Barack Obama bleibt trotzdem im Rennen. Bei den Republikanern überzeugte McCain – mit Einschränkungen.

HB WASHINGTON. Die Entscheidung in Kalifornien war bei den Demokraten die spannenste Vorwahl an diesem „Super Tuesday“. Über Stunden lieferten sich Clinton und Obama in dem Sonnenstaat ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Um kurz nach 6 Uhr deutscher Zeit war dann klar: Clinton gewinnt.

Trotzdem: Der „Superdienstag“ hat bei den Demokraten noch keine Entscheidung gebracht. Obama gewann die Vorwahlen und Wählerversammlungen in 13 US-Staaten. Clinton verbuchte zwar nur Siege in acht Staaten. Weil aber auch die bevölkerungsreichen Staaten New York und Kalifornien dazu gehören, liegt sie bei der Anzahl der Delegierten für den Nominierungsparteitag im August weiterhin in Führung: Clinton hat bislang mindestens 626, Obama 531 Delegiertenstimmen gewonnen. Für die Nominierung sind in dieser Partei mindestens 2025 Stimmen erforderlich.

Das Rennen der Demokraten geht damit weiter. Denn die Siege in einem Staat sagen noch nichts über die genaue Verteilung der Delegierten aus, die jeder Bewerber nach den Vorwahlen für den Nominierungsparteitag zugesprochen bekommt. Selbst ein Zweitplatzierter kann durch Besonderheiten des Wahlrechts mehr Delegierte als der Sieger bekommen. Zudem verteilen die Demokraten ihre Wahlmänner im Verhältnis zu den gewonnenen Stimmen, so konnte Clinton sich zunächst nicht deutlich von Obama absetzen, auch wenn sie aktuell bei den Delegierten vorne liegt.

Obama sagte in Chicago: „Wir können das schaffen! Wir sind die Hoffnung für die Zukunft.“ Obama, der der erste US-Präsident mit dunkler Hautfarbe werden möchte, gelang es laut Umfragen auch in Wählerkreise vorzudringen, in denen bislang seine Rivalin deutlich bevorzugt war. Das sind vor allem die weißen Wähler und die Frauen.

Clinton richtete schon den Blick auf den 4. November, wenn die Amerikaner über die Nachfolge von Präsident George W. Bush entscheiden: „Nach sieben Jahren eines Präsidenten, der nur auf seine besonderen Interessen geachtet hat, seid ihr bereit für einen Präsidenten, der eure Stimme, eure Werte und eure Träume in euer Weißes Haus bringt“, sagte die Senatorin an einem langen Wahlabend vor jubelnden Anhängern in New York. Sie vermied jede Kritik an Obama, dem sie zu seinen Erfolgen gratulierte.

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