Ergebnisse der japanischen Elektronikriesen
Siemens-Partner Fujitsu baut mehr Stellen ab

Der japanische Siemens-Partner Fujitsu will nach hohen Verlusten weitere 9000 seiner weltweit rund 180 000 Stellen streichen. Der Computer- und Elektronikkonzern revidierte am Dienstag angesichts hoher Umstrukturierungskosten die Ertragsprognose für das noch bis 31. März 2003 laufende Geschäftsjahr nach unten und rechnet jetzt statt eines ausgeglichenen Ergebnisses mit einem konsolidierten Nettoverlust von 110 Milliarden Yen (900 Mio Euro). Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Fujitsu bereits mehr als 20 000 Stellen abgebaut.

HB/dpa TOKIO. Von den bis März 2003 wegfallenden Stellen scheiden 7100 Mitarbeiter aus dem Konzern aus, der Rest werde versetzt. Im Ausland werden 1700 Stellen gestrichen. Im ersten Halbjahr war ein Fehlbetrag von 147,4 Milliarden Yen (Vorjahr: 174,7 Mrd Yen) angefallen. Darin schlägt ein einmaliger Verlust von 150 Milliarden Yen in Folge der Umstrukturierungsmaßnahmen zu Buche. Angesichts der Flaute in der Telekom-Branche sank der Umsatz um 9,9 Prozent auf 2,1 Billionen Yen.

Hohe Umstrukturierungskosten und die IT-Flaute belasteten auch die Halbjahresbilanz von Sanyo Electric. Der Nettogewinn sank um 61,5 Prozent auf 2,5 Milliarden Yen bei einem um 1,3 Prozent gestiegenen Umsatz von gut einer Billionen Yen. Fürs Gesamtjahr rechnet Sanyo mit einem Nettoertrag von acht Milliarden Yen und 2,1 Billionen Umsatz.

Deutlich besser sah es für Sharp aus: Der Konzern steigerte den Gewinn im ersten Halbjahr um 40,5 Prozent auf 22,9 Milliarden Yen. Dank starker Auslandsnachfrage vor allem in Asien stieg der Umsatz bei Sharp zudem um 16,3 Prozent auf 444,8 Milliarden Yen. Das Gesamtjahr will Sharp mit einem Nettoertrag von 37 Milliarden Yen abschließen, nach einem Gewinn von 11,3 Milliarden Yen im Vorjahr.

Der Elektronikkonzern Mitsubishi Electronics konnte den Nettoertrag im ersten Halbjahr dank einer gestiegenen Nachfrage bei Maschinen zur Chipherstellung und Kostensenkungen sogar um 309,7 Prozent auf rund 6,8 Milliarden Yen erhöhen. Fürs Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem Gruppengewinn von netto 25 Milliarden Yen.

Auch der japanische Drucker- und Kamerahersteller Canon legte zu und steigerte den Nettogewinn im Quartal Juli bis September dank hoher Umsätze mit Digitalkameras um 53,4 Prozent auf 57,5 Milliarden Yen. Canon hob außerdem seine Gewinnprognosen für das Gesamtjahr an.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%