Ergebnisse einer internationalen Studie
Der Trend zu Aktienoptionen nimmt weiter zu

Angesichts der Börsenflaute der vergangenen Monate hätte man glauben können, dass Aktienoptionen als Vergütungsinstrument aus der Mode gekommen sind - doch es ist genau umgekehrt: Der Trend zu langfristigen Vergütungskonzepten nimmt sogar noch zu.

woll DÜSSELDORF. Das hat eine Studie "Stock Options around the world" der Unternehmensberatung Towers Perrin ergeben. Die Berater untersuchten die Konzepte von Großunternehmen in 22 Ländern.

Bei der Verbreitung von Aktienoptionen als zusätzlicher Anreiz für Mitarbeiter ist Deutschland im internationalen Vergleich ein Entwicklungsland. Während in den USA, Kanada und Großbritannien Aktienoptionen längst gängige Vergütungspraxis sind, und auch in Frankreich 90 Prozent der Unternehmen auf diese Art Führungskräfte motivieren, gewähren in Deutschland nur 60 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern Aktienoptionen. Hauptgrund dafür dürfte der sehr hohe Steuersatz sein, mit dem Gewinne aus Aktienoptionen hier besteuert werden müssen: 49 Prozent. Im Vergleich dazu sind Mitarbeiter in den USA oder gar Hongkong mit 39,6 Prozent beziehungsweise 15 Prozent weit besser gestellt.

Langfristig soll jedoch auch Deutschland ein Aktienoptions-Land werden. Bis 2003, so die Studie, werden mehr als 90 Prozent aller Unternehmen in Deutschland diese Vergütungs-Variante einsetzen. "Der Trend zeigt sich bereits jetzt verstärkt bei Unternehmen mit internationaler Ausrichtung", sagt Fabrizio Alcobe-Fierro, Berater der Global Resources Group von Towers Perrin. "Langfristig werden mehr Mitarbeiter in den Genuss von Optionen kommen, wenn Unternehmen der Wert dieser Programme zunehmend bewusst wird." Der bei vielen Startups anzutreffende Missbrauch der Optionen als Gehaltsanteil - niedriges Grundgehalt angefüttert mit Aktienoptionen - ist damit nicht gemeint. Vielmehr, so Claudia Metz von Towers Perrin in Frankfurt, sind Aktienoptionsprogramme zusätzlich zum Gehalt ein ideales Instrument, um Mitarbeiter- und Aktionärsinteressen in Einklang zu bringen: "Letztendlich haben dann nämlich beide Gruppen ein gemeinsames Ziel: Beiden liegt nun daran, den Wert der Aktie kontinuierlich zu steigern."

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