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Ergebnisse einer Umfrage zum Übergang zu den IFRS-Normen

2005, das Jahr des Inkrafttretens der Pflicht der IFRS-Normen, rückt ...

2005, das Jahr des Inkrafttretens der Pflicht der IFRS-Normen, rückt näher. Die WP-Gesellschaft Mazars hat deshalb 425 sowohl direkt von dieser Änderung der Rechnungslegung betroffene börsennotierte als auch nicht börsennotierte Unternehmen, die früher oder später ebenfalls die Auswirkungen dieses Normenwechsels zu spüren bekommen, befragt (Deutschland, Benelux-Länder, Spanien, Frankreich, Italien, Großbritannien). Laut der Erhebung sind 79% der europäischen börsennotierten Unternehmen der Ansicht, dass mit den IFRS-Normen die Finanzinformationen verlässlicher werden, 75% sind der Meinung, dass die neuen Vorschriften einen Aufschwung des europäischen Finanzmarkts herbeiführen werden.
Die Unternehmen halten den Wechsel zu den neuen Normen für positiv (57% von ihnen nehmen ihn zum Anlass einer Reorganisation), wenngleich die Umsetzung noch recht zögerlich vonstatten geht (bisher haben lediglich 32% eine Simulation ihrer Abschlüsse gem. IFRS-Normen vorgenommen).
Börsennotierte Unternehmen
Die Ergebnisse zeigen, wie sehr sich die börsennotierten Unternehmen der organisatorischen Anpassungen und der Einführung der europäischen Norm bewusst sind. 57% der Befragten verstehen diese Veränderung als Gelegenheit zur Reorganisation. Ein Ergebnis, das nicht über die Schwierigkeiten, die sich bei der Umsetzung ergeben werden, hinwegtäuschen sollte:

  • 18 Monate vor Ablauf der Frist haben lediglich 55% der befragten Unternehmen eine spezifische Organisation eingerichtet.
  • Obwohl fast 60% eine vergleichende Untersuchung zwischen ihren lokalen und den künftigen europäischen Normen vorgenommen haben, sind es jedoch nur 32%, die eine Simulation ihrer Abschlüsse gem. IFRS-Normen durchgeführt haben.
  • 80% der Unternehmen haben noch keine spezifische Finanzinformation eingerichtet.


Die befragten börsennotierten Unternehmen erwarten von diesem Vorschriftswechsel positive Auswirkungen auf das europäische Finanzleben:

  • 79% der Unternehmen meinen, dass durch die IFRS-Normen die Aussagekraft der Finanzinformationen verbessert wird.
  • 73% der Unternehmen erhoffen sich von den europäischen Normen bei erhöhter Transparenz eine bessere Vergleichbarkeit der Abschlüsse.
  • 75% sind der Ansicht, dass die neue Vorschrift dem europäischen Finanzmarkt einen Aufschwung verleihen wird, und 65% denken, dass die Einrichtung eines europäischen Börsenregulierers diese Entwicklung begleiten sollte.


Nicht börsennotierte Unternehmen
Nicht börsennotierte Unternehmen unterliegen zurzeit noch nicht der Transformationspflicht zu den IFRS-Normen, da diese Entscheidung jeweils von den nationalen Gesetzgebern abhängig ist. Lediglich einige besondere Gesellschaften sind gehalten, wie börsennotierte Unternehmen zu verfahren (Töchter europäischer börsennotierter Konzerne und nicht börsennotierter Emittenten, die auf dem Markt der EU handeln).
Es ist somit davon auszugehen, dass diese neue Form der Rechnungslegung, die den Anspruch erhebt, der wirtschaftlichen Realität der Unternehmen näher zu kommen, sich auch auf nicht notierte Unternehmen auswirken wird.

  • Wenngleich 60% der nicht börsennotierten europäischen Unternehmen den Übergang zu den IFRS-Normen als eine "zeitlich und finanziell aufwändige Baustelle" betrachten, beabsichtigen 55% von ihnen, diese neuen Vorschriften zu übernehmen
  • Nicht börsennotierte Unternehmen waren weniger optimistisch als börsennotierte Unternehmen: 64% erwarten von den neuen europäischen Normen eine erhöhte Vergleichbarkeit der Abschlüsse, allerdings gehen nur 33% davon aus, dass hiermit die Transparenz und Verlässlichkeit gesteigert werden (Pressemitteilung von Mazars).




Quelle: DER BETRIEB, 18.02.2004

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