Erhebliche Bedenken
EU-Kommission prüft Übernahme von GVS

Die EU-Kommission hat wegen erheblicher Bedenken eine ausführliche Untersuchung der geplanten Übernahme der Gasversorgung Süddeutschland (GVS) durch die Energie Baden-Württemberg (EnBW) und die italienische ENI eingeleitet.

Reuters BRÜSSEL. Die Kommission erklärte am Dienstag in Brüssel, durch die Übernahme könnte die starke Stellung der GVS bei Leitungen und Gasverteilung entlang der französischen Grenze gestärkt werden. Mit Beginn der ausführlichen Untersuchung hat die Kommission nun vier Monate Zeit, um die Folgen der geplanten Übernahme auf den Wettbewerb zu untersuchen.

ENI und EnBW hatten im Februar ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, um 62,22 % der GVS-Anteile zu kaufen. EnBW hält über die Neckarwerke Stuttgart bereits 33,4 % an der GVS. Sollte die EU-Kommission der geplanten Übernahme zustimmen, würden beide Unternehmen zusammen mehr als 95 % der GVS-Anteile halten. Die GVS vertreibt Gas sowohl in Baden-Württemberg als auch in der Schweiz und Österreich.

Die Kommission erklärte, die Stellung von EnBW auf dem Gasmarkt sei zwar weniger bedeutsam als auf dem Strommarkt. Dennoch könnte die Übernahme die Marktmacht der GVS deutlich stärken, wenn sie auch auf Leitungen der EnBW Zugriff hätte. Die EnBW gehört neben südwestdeutschen Gebietskörperschaften auch der staatlichen Electricite de France (EdF).

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