Erhöhte Personalkosten
Pro DV mit Verlust nach neun Monaten

rtr FRANKFURT. Der Softwarehersteller Pro DV AG hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei verbesserter Konzernleistung einen Verlust verbucht. Vor allem wegen höherer Personalkosten sei beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) vor Kosten des Börsengangs ein Verlust in Höhe von 0,13 Mill. Euro entstanden nach einem Gewinn von 0,77 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum, teilte die Dortmunder Gesellschaft am Donnerstag mit. Die Konzernleistung sei um 22,1 % auf 14,3 Mill. Euro gestiegen. Im Gesamtjahr werde ein ausgegelichenes Ergebnis angestrebt bei einer Gesamtleistung von dann rund 19 Mill. Euro.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wurden 35 Mitarbeiter mehr als geplant eingestellt. Dies habe zu erhöhten Personal- und Personalbeschaffungskosten von 0,4 Mill. Euro geführt. Auch einmalige Aufwendungen für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Akquisitionen sowie zusätzliche Werbemaßnahmen hätten das Ergebnis belastet. Die Produktentwicklung sei im dritten Quartal deutlich ausgeweitet worden. Bei der Bilanzierung dieser Leistungen seien zunächst geringere Deckungsbeiträge realisiert worden als bei externen Kundenaufträgen. Pro DV habe bewusst eine um etwa 1 Mill. Euro verringerte Gesamtleistung in Kauf genommen, um die Markteinführung der neuen Produkte "WinKKS" und "ForestNetService" zu beschleunigen, hieß es.

Bereits im kommenden Jahr dürften sich den Angaben nach die erhöhte Kapazität an qualifiziertem Personal sowie die zum Jahreswechsel anstehende Einführung neuer Produkte positiv in der Betriebsleistung niederschlagen. Daher würden die Planziele in den Jahren 2001 und 2002 erreicht.

Zum weiteren Ausbau des wachsenden Bereichs Geo-Business-Lösungen habe sich Pro DV zu 80 % an der Berliner concept software GmbH beteiligt, die raumbezogene Verkehrs- und Logistiklösungen entwickele. Der Kaufpreis werde größtenteils in Aktien beglichen. Dafür werde Pro DV im Wege einer Sachkapitalerhöhung sein Grundkapital um 100 000 Euro auf 4,3 Mill. Euro erhöhen. Die jungen Aktien unterlägen einer Verkaufssperre bis zum 1. November 2004. Der bei concept für 2000 erwartete Umsatz von 2,3 Mill. Euro und der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von etwa 0,4 Mill. Euro seien im konsolidierten Geschäftsergebnis von Pro DV noch nicht enthalten, hieß es.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%