Erhöhte Schadensschätzung
Allianz-Aktie unter Verkaufsdruck

Die Allianz-Aktie ist Mittwochshandel in einem freundlichen Börsenumfeld unter Verkaufsdruck geraten. Am Nachmittag hatte der Konzern erklärt, trotz einer höheren Schadenbelastung durch die Terroranschläge in den USA an den Zielen für das laufende Jahr festzuhalten.

dpa-afx FRANKFURT. Jedoch hatte der Versicherer seine Schätzungen über die Schadenshöhe durch die Terroranschläge in den USA vom 11. September auf 1,5 Mrd. Euro erhöht. Dies habe sich belastend auf den Kurs ausgewirkt, sagten Händler.

Die Allianz-Aktie, die am 21. September auf 205,29 Euro abgerutscht war und sich zwischenzeitlich wieder auf rund 280 Euro erholt hatte, verlor zuletzt 2,28 % auf 272,26 Euro, während der Dax um 1,69 % auf 5 030,37 Punkte kletterte.

Allianz - Intraday-Chart

"Der Markt schenkt den Unternehmenszahlen weniger Beachtung als der Erhöhung der Schadensprognose", sagte ein Hamburger Händler. Die Börse habe nach der ersten Erhöhung der Prognose von 700 Mill. Euro auf eine Milliarde Euro nun mit keiner Erhöhung mehr gerechnet, hieß es vom Parkett. Da die Geschäftszahlen im Rahmen der Erwartungen ausgefallen waren, habe sich der Abgabedruck jedoch in Grenzen gehalten.

Der Konzern hatte bei Vorlage seiner Geschäftszahlen für die ersten neun Monate und das dritte Quartal in München seine bisherige Schätzung von einer Milliarde Euro nochmals um 500 Mill. Euro aufgestockt. Infolge der Anschläge hatte die Allianz die Gewinnprognose fürs Gesamtjahr bereits um 1 Mrd. Euro auf 1,7 Mrd. Euro gesenkt. Dieses Ziel sei aber trotz der erhöhten Schadenssumme erreichbar.

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