Erhöhter Steroid-Wert möglicherweise auf Nahrungergänzungsmittel zurückzuführen
ÖSV steht hinter dopingverdächtigem Knauß

Skirennläufer Hans Knauß hat Unterstützung von seinem nationalen Verband erhalten. Die Österreicher glauben nicht, dass der Super-G-Spezialist vorsätzlich dopte.

Der Österreichische Ski-Verband (ÖSV) ist von der Unschuld seines Rennläufers Hans Knauß überzeugt. «Es handelt sich hier sicher nicht um einen Fall von absichtlichem Doping, sonst wäre der Wert höher gewesen», sagte ÖSV-Ärztin Brigitte Auer am Samstag am Rande der Weltcupabfahrt in Gröden. Sie betonte, in der Tat sei der Steroid-Wert «so gering, dass es wissenschaftlich möglich ist, zu demonstrieren, dass er keinen leistungsfördernden Effekt hatte.»

Knauß hatte am Freitagabend bekannt gegeben, er sei Ende November in Lake Louise positiv auf das anabole Steroid Nandrolon getestet worden. Seine Doping-Beichte fiel auf jenen Tag, an dem die FIS erstmals nach einem Rennen neben Urin- auch Bluttests durchführte. Er versicherte, Doping gar nicht nötig zu haben. «Das ist ein Schock für mich. Ich war wie vom Blitz getroffen», sagte der 33-Jährige auf einer Pressekonferenz.

Der Mann aus Schladming, im Super-G von Gröden am Freitag Sechster, wird auf Weltcup-Starts wohl zunächst verzichten.

Den überhöhten Wert führte Knauß vorerst auf Bakterien seiner Kieferhöhlen-Entzündung während der Nordamerika-Rennen zurück. Die A-Probe wies allerdings einen Wert von 4,2 Nanogramm auf, erlaubt sind 2,5.

Knauß war nach der FIS-Mitteilung am Mittwoch nach Wien gereist und hatte sich im dortigen IOC-Labor einer weiteren Kontrolle unterzogen. Diese sei im normalen Bereich gewesen.

Möglicherweise ist Knauß ein Nahrungsergänzungsmittel zum Verhängnis geworden. Der Österreicher gab am Freitag zu, sich mit diesen Präparaten zu versorgen, «aber das machen alle bei uns», sagte er.

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