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Erholte US-Börsen helfen dem Dax

Die deutschen Standardwerte konnte ihre Kursverluste gegen Handelsschluss begrenzen und sich aus der tiefroten Zone empor arbeiten.

dpa FRANKFURT/MAIN. Eine späte Erholung der US-Börsen hat den deutschen Aktienindex am Dienstag aus der tiefroten Verlustzone gerettet. Während sich in den USA die Kursgewinne mehrten, schloss der Dax nur noch 0,96 % leichter bei 4936,75 Punkten. Während der MDax im Tagesverlauf 0,35 % auf 4390,61 Stellen abgab, sackte der NemaxX 50 am Neuen Markt um 2,41 % auf 1091,09 Stellen.

Mit 4869 Punkten sei der Dax zeitweise so niedrig wie seit vergangenem November nicht mehr gefallen, sagte ein Aktienhändler in München: "Dann haben wir etwas gedreht, weil in den USA die Kurse stiegen."

Die Aktien von BMW erholten sich auf 41,64 ?, ein Minus von 0,38 %. Dagegen verbilligten sich die Papiere von DaimlerChrysler um 0,89 % auf 44,75 ?. Obwohl EU- Wettbewerbskommissar Mario Monti den Gebietsschutzes für Automobilhändler abbauen will, erholten sich auch Volkswagen gegen den Trend. Die Aktie kostete mit 54,00 ? genauso viel wie am Vortag.

Auf der Suche nach vermeintlich sicheren Titeln in unsicheren Börsenzeiten investierten die Anleger besonders in zwei Werte, die jeweils um 1,96 % zulegten. Bei fast doppelt so hohem Volumen wie im Jahresdurchschnitt verbesserten sich Metro-Papiere auf 39,00 ? zu. Die Aktie der Deutschen Post kostete zuletzt 15,10 ?. Es gebe ein spürbares Kaufinteresse in jenen vermeintlich defensiven Werten, die von Großinvestoren zumeist ignoriert würden, sagte der Händler. So haben sich Schering-Aktien wegen guter Geschäftszahlen gegen den Trend um 1,55 % auf 66,01 ? verbessert, Fresenius Medical Care zogen um 1,89 % auf 66,48 ? an.

Auf der Verliererseite standen die Finanzwerte. Den Anlegern bereite das Kreditgeschäft der Banken Sorgen, sagte der Händler. Die meisten Anleger warteten erst einmal ab. MLP büßten als Tagesverlierer 4,41 % auf 63,55 ? ein. Kaum besser erging es der Deutschen Bank, deren Kurs um 3,30 % auf 67,50 ? nachgab. Auf den vorletzten Platz rutschten HypoVereinsbank mit einem Abschlag von 3,75 % auf 33,88 ?.

Erst in den letzten Handelsminuten schafften es die T-Aktien der Telekom ins Plus. Sie verteuerten sich um 0,13 % auf 15,94 ?. "Das werde wohl noch eine Dekade dauern, bis der Kurs wieder auf jene 63 ? klettere, die die Anleger bei der Ausgabe der dritten Tranche bezahlten", sagte der Händler. Während Siemens 1,42 % auf 65,75 ? einbüßten, gaben Infineon 2,16 % auf 24,00 ? ab. Epcos-Aktien verbilligten sich um 1,12 % auf 44,99 ?.

Erst am Abend wechselten die US-Indizes eindeutig in die Gewinnzone, nachdem sie zuvor um den Vortagsschluss gependelt waren. Zuletzt wurde der Dow Jones der 30 größten Industriewerte 0,48 % fester bei 9733 Zählern notiert. Der allgemeine Index der elektronischen Handelsbörse NASDAQ gewann 0,44 % auf 9739 Zähler. Der EuroStoxx50 schloss 2,31 % unter dem Vortag bei 3535,70 Stellen.

Am Rentenmarkt kletterte der Richtung weisende Bund-Future um 0,09 % auf 108,56 Punkte. Der Rentenmark-Index Rex gewann 0,13 % auf 113,36 Zähler. Die Umlaufrendite betrug 4,72 (Montag: 4,69) Prozent. Der Kurs des Euro ist am Dienstag gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,8683 (Montag: 0,8644) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,1517 (1,1569) Euro.

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