Erholung der Chipbranche verläuft bislang schleppend
Lehmann Brothers stuft Intel herauf

Die neuen Ziele dürften erreichbar sein, hieß es zur Begründung. Am Dienstag hatten die Analysten von Lehman Brothers ihre Umsatzprognose für Intel gesenkt und dies mit der schwachen Nachfrage in der Technologiebranche begründet.

Reuters SAN FRANCISCO. Auch andere Investmentbanken wie Merrill Lynch und Credit Suisse First Boston hatten ihre Prognosen bereits im Vorfeld des Intel-Ausblicks gesenkt. Einige Analysten hatten damit gerechnet, dass der Chip-Hersteller seine Prognose auf das untere Ende der bisherigen Spanne senken wird. "Der Markt hatte zum Teil weitaus negativere Nachrichten erwartet", sagte Dan Scovel von Needham & Co. Analysten rechneten zuletzt bei Intel im dritten Quartal im Schnitt mit einem Gewinn von 13 Cent je Aktie nach einem Nettogewinn von sieben Cent je Aktie im Vorquartal.

Die Chip-Branche war 2001 in ihre bislang schwerste Krise geraten. Die Erholung verlief in diesem Jahr bislang sehr schleppend. Zwar wurden im zweiten Quartal weltweit mehr als 30 Millionen Personal Computer (PC) verkauft. Allerdings hat sich dabei eine sehr viel langsamere Belebung der Nachfrage nach den für PCs erforderlichen Chips eingestellt, als viele Branchenkenner erwartet hatten. Analysten sagten zudem, die Nachfrage im Herbst - wegen des Schulbeginns nach den Sommerferien üblicherweise sehr hoch - sei in diesem Jahr eher verhalten. Die Pentium-Prozessoren von Intel sind in fast allen PCs eingebaut.

Intel-Titel lagen kurz vor Handelsschluss noch mehr als 8 Prozent im Plus bei 16,36 Dollar. Der technologielastige Nasdaq-Index gewann fast 4 Prozent. Die Intel-Titel hatten im Vorfeld des Zwischenberichts in dieser Woche bereits rund 10 Prozent nachgegeben. Chip-Aktien und der gesamte Technologiesektor auch in Europa profitierten am Freitag von Intels Ausblick. Die Aktien des deutschen Chip-Herstellers Infineon beendeten die Sitzung mit einem Plus von knapp vier Prozent, die Titel von STMicroelectronics gewannen an einer festen Pariser Börse mehr als 4 Prozent.

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