Erholung des Marktes verzögert sich
Neuer Markt im Fokus

Der Frankfurter Neue Markt ist von den Kursverlusten des ehemaligen Anlegerlieblings Intershop deutlich ins Minus gezogen worden.

Reuters FRANKFURT. Der Frankfurter Neue Markt ist am Dienstagmorgen von den Kursverlusten des ehemaligen Anlegerlieblings Intershop deutlich ins Minus gezogen worden. Der Standardwerteindex des Börsensegments für Wachstumswerte Nemax-50 tendierte gegen 10.35 Uhr MEZ 7,42 % niedriger bei 2647 Punkten. Intershop brachen nach einer Gewinn- und Umsatzwarnung über 60 % auf 13,20 Euro ein. Die schlechte Nachricht des Software-Herstellers belaste die Stimmung enorm und ziehe andere Werte ebenfalls nach unten, sagten Händler. Die lange erwartete Erholung des Marktes werde voraussichtlich verzögert. Der alle Werte des Segments umfassenden Nemax-All-Share-Index tendierte unterdessen 4,41 % im Minus bei 2609 Zählern.

Die Gewinnwarnung von Intershop sei für die Anleger überraschend gekommen, sagte Michelle Lang, Analystin beim Bankhaus Sal. Oppenheim. Nach der Veröffentlichung der Gewinnwarnung für das dritte Quartal, hatte das Unternehmen noch deutlich optimistischer in die Zukunft geblickt. Die schlechte Nachricht wirke sich nachhaltig auf die Stimmung am Gesamtmarkt aus, ergänzten Händler. Der Einstand in das neue Jahr sei gründlich misslungen. Eigentlich habe der Markt bereits einen Boden gefunden und sei bereit für eine Erholung. Die jüngsten Gewinnwarnungen in den USA und die heutige Veröffentlichung von Intershop deuteten allerdings darauf hin, dass das vierte Quartal auch noch für einige andere Unternehmen schlecht verlaufen sei. Daher müsse in den kommenden Wochen mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden.

Am Neuen Markt standen vor allem Software-Hersteller wie BroadVision unter Druck. Deren Papiere gaben um 19,11 % auf 12,02 Euro nach.

Einen Kursrutsch erlebten auch die Titel von Letsbuyit.com , die nach der Wiederaufnahme des Handels mehr als 51 % auf 0,61 Euro einbrachen. Die Papiere waren am Freitag vom Handel ausgesetzt worden, nachdem das Unternehmen bei einem niederländischen Gericht Antrag auf Zahlungsaufschub gestellt hatte.



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