Erholung möglicherweise in der zweiten Jahrehälfte
Merrill Lynch stuft US-Chipaktien herunter

Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat ihre mittelfristige Bewertung für sieben Chipaktien, darunter die Titel von Intel und Analog Devices, zurückgenommen.

Reuters NEW YORK. Die Zeiten niedriger Lagerbestände, die für einen Aufwärtstrend verantwortlich gewesen seien, könnten sich dem Ende nähern, hieß es zur Begründung. "Im Verlauf des Frühjahrs wurde deutlich, dass die Halbleiterindustrie weitgehend von einer günstigen Vergleichsbasis und niedrigen Lagerbeständen profitiert hat", schrieb Branchenanalyst Joseph Osha in seiner Studie am Donnerstag in New York. "Wir gehen davon aus, dass der Aufschwung der Halbleiterbranche im frühen Zyklus ausgelaufen ist."

Osha senkte die Bewertung für die Aktien des weltgrößten Chipproduzenten Intel auf "Neutral" von "Strong Buy". Die gleiche Bewertung gab er den Titeln von Texas Instruments, Analog Devices, Linear Technology, Semtech und Triquint Semiconductor. Die Aktien von Maxim Integrated Products stufte er auf "Buy" von "Strong Buy" zurück. Er hielt die Bewertung "Strong Buy" für die Aktien von STMicroelectronics, Taiwan Semiconductor Manufacturing, United Microelectronics und Samsung Electronics aufrecht.

Der Sektor habe im August vergangenen Jahres seinen Tiefpunkt erreicht und sich seither allmählich erholt, heißt es in der Studie weiter. Es gebe wenig Zweifel daran, dass in der zweiten Jahreshälfte 2002 bei stabilen saisonalen Gegebenheiten eine Erholung einsetzen werde. Die Schätzungen für Umsatz und Ergebnis spiegelten aber die Erwartung auf eine vernünftige Erholung bereits wider. "Die Möglichkeit einer stärkeren Erholung hat sich im Laufe des Jahres in Luft aufgelöst."

Halbleiteraktien könnten im Rahmen der saisonalen Erholung des Personalcomputer-Geschäfts im Juni wieder zulegen, schrieb Osha in der Studie weiter. "Wir zweifeln jedoch stark daran, dass es Grund für eine anhaltende positive Bewegung gibt angesichts der aufgeführten Herausforderungen. Deswegen würden wir jede Stärke bei den Aktien, die wir heruntergestuft haben, zu Gewinnmitnahmen nutzen", heißt es in der Studie.

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