Erholung nach starken Vortagesverlusten
Durchatmen am Neuen Markt

Der Neue Markt hat am Dienstag zum Handelsauftakt mehr als zwei Prozent fester tendiert. Nach den hohen Verlusten der Vortage sprechen Händler von einer technischen Erholung.

REUTERS FRANKFURT. "Das ist eine Reaktion auf die Tiefstände", sagte ein Händler. Wie lange die Erholung anhalten werde, wisse aber kein Marktteilnehmer. "Die USA werden auch heute wieder den Ton angeben, und dann könnten die Kursgewinne schnell wegschmelzen."

Am Vorabend hatten in den USA die beiden Chip-Firmen Vitesse Semiconductor und Newport vor geringeren Umsätzen und Gewinnen gewarnt. Lediglich neun Nemax 50-Titel standen im frühen Handel im Minus.

Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index legte am Vormittag 2,38  Prozent auf 953 Punkte zu, die im Nemax50 zusammengefassten Blue Chips gewannen 2,45  Prozent auf 930 Zähler. Am Vortag hatte der All-Share-Index rund 3,5  Prozent und der Auswahlindex 2,11  Prozent nachgegeben. Dabei markierte der All-Share-Index bei 908  Punkten ein Jahrestief. Die Blue Chips fielen zeitweise auf ein Rekordtief von 875 Stellen. Die US-Technologiebörse Nasdaq hatte den Handel 0,46  Prozent fester bei 1695 Punkten verlassen.

Erholung für SAP SI

Erholen konnten sich beispielsweise die Titel der SAP SAP-Tochter SI, die sich um knapp sieben Prozent auf 16,74  Euro verteuerten. Das IT-Beratungshaus hatte in den vergangenen Handelstagen Händlern zufolge wegen der starken Verluste beim Walldorfer Softwarekonzer SAP unter starkem Abgabedruck gestanden. Am Dienstag stiegen die SAP-Titel im Dax um knapp drei Prozent auf 126,40  Euro. Drei Prozent legten die Titel von Carrier  1, die damit auf die Penny-Stock-Grenze von einem Euro stiegen. Am Vormittag notierte das Papier des Telekommunikationskonzerns bei 1,00  Euro, nachdem das Unternehmen Mike McTighe zum neuen Vorstandschef ernannt hatte.

Am breiten Markt stiegen bei minimalen Umsätzen die Anteilsscheine der BOV AG um rund sieben Prozent auf 3,40  Euro, nachdem die Gesellschaft einen exklusiven Partnerschaftsvertrag mit der Identco AG bekannt gegeben hatte. IBS legte mehr als zwölf Prozent auf 8,35  Euro zu. Zuvor hatte der Softwareanbieter mitgeteilt, bis zu 50. 000 eigene Aktien zurückkaufen zu wollen. Dies entspreche maximal 2,5  Prozent der frei gehandelten Aktien in Höhe von zwei Millionen Stück. IBS begründete die Entscheidung mit einer anhaltenden Unterbewertung der IBS-Aktien.

Condat fällt um mehr als zwölf Prozent

Auf der Verliererseite standen bei ebenfalls minimalen Umsätzen die Papiere von Condat, die sich um mehr als zwölf Prozent auf 3,90  Euro verbilligten. Der Anbieter drahtloser Kommunikationstechnologie rechnet im Gesamtjahr 2001 mit einem operativen Verlust von rund vier Millionen Euro. Hinzu kämen Aufwendungen von rund 5,5  Millionen Euro für eine 70-prozentige Beteiligung an dem französischen Design Purple Labs SA. -Entwickler Noch Anfang August hatte das Unternehmen einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) für 2001 von drei MillIonen Euro prognostiziert.

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