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Erholungsphase

Allzu schlecht scheint der Schnee, der derzeit auf New York fällt, den Börsen nicht zu bekommen. Nachdem gestern beide Indizes in der Gewinnzone geschlossen haben, deuten heute sie erneut auf einen stärkeren Handelsstart. Die Erholungsphase der Märkte hält noch an.

Die Zahlen zur Produktivität lassen den Markt heute vor Börsenbeginn. Die Produktivität ist im Februar um 2,2 Prozent gestiegen. Erwartet waren lediglich 2,0 Prozent. Im Vormonat betrug die Produktivität noch 2,4 Prozent. Die Lohnkosten sind mit 4,3 Prozent geringer angestiegen als erwartet. Im Vormonat konnte ein Anstieg von 4,1 Prozent verzeichnet werden.



IBM

steigt schon vor Börsenbeginn. Das Unternehmen sei ein sicherer Hafen, da es 60 Prozent des Umsatzes im Ausland erziele, sagen Analysten. IBM dringt jetzt weiter in den Biotechnologiebereich vor. Der neue Bereich Life Sciences Consulting soll Biotechnologieunternehmen technisch beraten. Big Blue will damit an den 6,5 Milliarden Dollar partizipieren, die die Branche jährlich für Hardware ausgibt.



Auch Xerox tendiert stärker. Der Hersteller von Druckern und Kopierern will einen Anteil an Fuji verkaufen. Der japanische Filmhersteller wird 1,3 Milliarden Dollar für die Hälfte der Xerox-Beteiligung an Fuji Xerox zahlen. Fuji Xerox war bisher ein gleichwertiges Joint Venture zwischen dem japanischen und dem amerikanischen Unternehmen. Mit dem Kauf wird Fuji Photo den Anteil auf 75 Prozent erhöhen. Xerox verfolgt mit dem Verkauf den Plan, Schulden abzubauen.



Schwung könnten dem Markt positive Nachrichten von Veritas verleihen. Der Hersteller von Datenmanagementsoftware wird die Prognosen für das erste Quartal und 2001 erreichen. Das hat das Management am Montag nach Handelsschluss bekannt gegeben. Im Gegensatz zu anderen Softwareherstellern müssten die Ziele angesichts der schwächeren US-Konjunktur nicht korrigiert werden.



Warnen muss dagegen Xilinx. Das Halbleiterunternehmen wird im vierten Quartal voraussichtlich einen geringeren Umsatz erzielen als ursprünglich prognostiziert. Kunden haben mehrere Aufträge gekündigt, was das Ergebnis im vierten Quartal belasten dürfte. Ganz unvorbereitet trifft die Nachricht die Wall Street nicht. Zum Wochenauftakt hatten bereits die Chiphersteller Cypress, Vitesse und LSI Logic ihre Erwartungen reduziert.



Eine Gewinnwarnung gibt es auch von Heinz. Der Lebensmittelproduzent wird seine Prognosen nicht erfüllen können. Das Management führt höhere Energiekosten als Begründung an. Zudem seien die Tunfischverkäufe in den USA gefallen. Die Tunfischmarke von Heinz, StarKist, ist nach Preissenkungen der Konkurrenz unter Druck geraten. Das Brokerhaus Lehman Brothers bleibt am Dienstag bei der Einstufung als "Marketperformer". Allerdings senken die Analysten die Gewinnerwartungen für 2001 und 2002.



Schwächer tendieren könnte heute der Finanzsektor. So plant Citigroup, der größte Finanzdienstleister der USA, Investitionen zurückzufahren. Zudem soll die Ausgabenseite entlastet werden. Laut dem Wall Street Journal reagiert die Citigroup damit auf die abkühlende US-Wirtschaft. Offenbar will das Unternehmen das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen und zeigen, dass die Citigroup auch konjunkturell schwierige Zeiten übersteht.

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