Eriksson warnt die Fans
Wunschelf der „Three Lions" wackelt

Fußball-England bangt vor dem Auftakt der Euro 2004 um den Einsatz von John Terry. Der Verteidiger spielt eine zentrale Rolle in den Planungen von Trainer Sven-Göran Eriksson. Doch Der Abwehrspieler vom FC Chelsea London ist nicht der einzige, der dem Nationalcoach Sorgen macht. Es sind auch die Fans.

HB LONDON. Terry laboriert an einer Muskelverletzung im Oberschenkel und wird an diesem Dienstag beim Training in Lissabon voraussichtlich fehlen. "Ich hoffe, dass ich schnell wieder fit werde und am Mittwoch trainieren kann", sagte der 23 Jahre alte Innenverteidiger vor der Abreise des englischen Teams am Montag von London nach Portugal.

Der mögliche Ausfall von Terry im ersten Vorrundenspiel gegen Titelverteidiger Frankreich am Sonntag in Lissabon bereitet Teammanager Sven-Göran Eriksson erhebliche Sorgen, da er erneut eine Änderung auf der zentralen Abwehrposition vornehmen müsste. Als Ersatz steht Jamie Carragher vom FC Liverpool bereit. Der gesperrte Rio Ferdinand sowie Gareth Southgate und Jonathan Woodgate (beide verletzt) konnten nicht für die EM berücksichtigt werden.

Beim ersten Training im Sportzentrum in Cruz Quebrada bei Lissabon rechnet Eriksson fest mit David Beckham. Der Kapitän hatte sich nach der erfolgreichen EM-Generalprobe am Samstag gegen Island (6:1) in einem operativen Eingriff eine Zyste am Rücken entfernen lassen.

Am Sonntag richtete der Teammanager via Verbands-Homepage einen eindringlichen Appell an die Fans der "Three Lions" und warnte davor, dass gewalttätige Ausschreitungen wie bei der Weltmeisterschaft 1998 oder der EM vor vier Jahren "dem Image unseres Spiels und unseres Landes einen unvorstellbaren Schaden zufügen würde." Der Schwede erinnerte die Fans an ihre "große Verantwortung. Sollte es irgendwelche ernsthaften Vorfälle mit Hooligans geben, riskieren wir den Ausschluss von der Europameisterschaft", sagte Eriksson und wies darauf hin, dass England wegen der negativen Ereignisse auch während der EM-Qualifikation von der Uefa bereits verwarnt worden sei: "Uns wurde die Gelbe Karte gezeigt - noch mehr Probleme können wir uns nicht leisten."

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