Erkenntnisse des FBI bestätigt
Mafia-Nachwuchs zur Ausbildung auf Sizilien

Die US-Mafia ist dazu übergegangen, ihren Nachwuchs zur "Weiterbildung" nach Sizilien zu schicken. Vor allem in der Provinz Trapani in Westsizilien bekämen die angehenden Mafiosi aus Übersee den letzten Schliff, berichteten italienische Medien am Dienstag.

HB/dpa ROM. Entsprechende Erkenntnisse des FBI seien jetzt vom Mafia- Überläufer Antonino Giuffrè bestätigt worden, hieß es. Die in die USA ausgewanderten Mafiosi seien enttäuscht darüber, dass die eigenen Kinder die Traditionen der Cosa Nostra nicht beachteten. Anstatt sich wie "anständige Mafiosi" zu benehmen, lungerten sie in Spielhallen und Bordellen herum und vernachlässigten die Religion. Diese Fehler sollen ihnen in der Heimat des organisierten Verbrechens ausgetrieben werden, hieß es.

Die Verbindungen zwischen der Mafia auf Sizilien und in den USA sei weit enger als bisher von den Ermittlern angenommen, soll Giuffrè geäußert haben. So hätten die Paten aus Übersee vor elf Jahren eine entscheidende Rolle bei den spektakulären Mordanschlägen in Palermo gegen die Mafiajäger Giovanni Falcone und Paolo Borsellino gespielt.

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