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Erklärung der Chefredaktion

Die Berichterstattung des Handelsblatts über die Lage bei der Hypo-Vereinsbank (HVB) ist "unseriös", "kein Ergebnis seriöser journalistischer Tätigkeit", noch habe sie "etwas mit der Wirklichkeit zu tun". ..."So etwas ist Rufschädigung und ein Angriff gegen die Integrität unserer Bank." Mit diesen harschen und auch unsachlichen Worten hat der Vorstand der HVB in einem Brief an Mitarbeiter auf die Berichte dieser Zeitung reagiert. Nicht wenige Presseorgane und Nachrichtenagenturen haben dies aufgegriffen - übrigens ohne das Handelsblatt um eine Stellungnahme zu bitten. Wir wollen an dieser Stelle feststellen:

1. Das Handelsblatt steht zu seiner Berichterstattung. Die Redaktion verfügt über glaubhafte, hieb- und stichfeste Quellen innerhalb und außerhalb der HVB.

2. Das Handelsblatt hat die Nachrichten in der Ausgabe vom Donnerstag, 27.2.2003, über zwei Wochen hinweg recherchiert. An dieser Arbeit waren acht Reporter beteiligt.

3. Die Redaktion hat der Bank und auch dem Vorstandssprecher Dieter Rampl persönlich mehrfach Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Reporter dieser Zeitung haben Herrn Rampl unsere Informationen über die geplante Zwangswandelanleihe in einem Gespräch vorgelegt und um Stellungnahme gebeten. Herr Rampl hat diese Informationen nicht dementiert, sondern dementiert nun Dinge, die wir nicht behauptet haben.

4. Die Redaktion dieser Zeitung verfügt über hohe moralische, berufsethische und handwerkliche Grundsätze, von denen wir uns in unserer Arbeit stets leiten lassen. Dazu gehört die sorgfältige, akkurate Recherche von Informationen und der faire Umgang mit denen an einer Geschichte beteiligten Personen und Institutionen. In unserer Berichterstattung über die Lage der HVB haben wir uns davon in besonderer Art und Weise leiten lassen. Von diesem Kurs werden wir nicht abweichen.

5. Die Bank ist auch am gestrigen Tage unseren mehrfachen Bitten nach einer offiziellen Stellungnahme nicht nachgekommen. Bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe hat die Bank unsere Berichte nicht offiziell dementiert. Sie tut dies aus gutem Grunde.

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