Erlös soll dem Schuldenabbau dienen
Qwest verkauft Telefonbuchfirma

Die finanziell schwer angeschlagene amerikanische Telekommunikationsgesellschaft Qwest Communications International verkauft ihre Telefonbuch-Verlagsfirma Qwest Dex für 7,05 Milliarden Dollar.

HB DENVER. Käufer ist ein Unternehmen, das von den Investmentfirmen Carlyle Group und Welsh, Carson, Anderson & Stowe gegründet wurde, teilte Qwest am Dienstag mit. Der Verkauf solle in zwei Stufen erfolgen. QwestDex druckt die Gelben Seiten für die Qwest-Kunden.

In einem ersten Schritt sollen die Qwest Dex-Aktivitäten in Colorado, Iowa, Minnesota, Nebraska, New Mexico, North Dakota und South Dakota bis zum vierten Quartal dieses Jahres für 2,75 Mrd. Dollar verkauft werden. Die zweite Stufe sieht den Verkauf der Operationen in Arizona, Idaho, Montana, Oregon, Utah, Washington und Wyoming für 4,30 Mrd. Dollar vor. Im Jahr 2003 soll das Geschäft abgeschlossen sein.

Qwest will den Erlös zum Teil für den Schuldenabbau verwenden. Die neue Gesellschaft wird die Qwest-Telefonbücher liefern.

Verkauf Teil des Bilanzstärkungsplans

Firmenchef Richard C. Notebaert bezeichnete den Verkauf von Qwest Dex als erheblichen Teil des Bilanzstärkungsplans. Qwest befand sich am Rande eines Konkurses und stand unter massivem Druck seiner Aktionäre und Gläubiger, die einen Schuldenabbau forderten.

Das Unternehmen ist eine regionale Telefongesellschaft, die in 14 US-Bundesländern im Westen der USA aktiv ist und zugleich eine der größten amerikanischen Ferngesprächsanbieter. Qwest hat 26,5 Mrd. Dollar Schulden. Gegen die Gesellschaft laufen Untersuchungen der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission SEC und des US-Justizministeriums.

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