Erlöse und Erträge legen zu
Telekom erwartet Stabilisierung im Festnetz

Die Deutsche Telekom erwartet für die zweite Jahreshälfte eine weitere Stabilisierung des Geschäfts in der Anfang 2002 unter Druck geratenen wichtigen Festnetzsparte und hat ihre Ertragsperspektiven für den Mobilfunk bekräftigt.

vwd BONN. Im Festnetz wurden im zweiten Quartal Rückgänge bei den Verbindungsumsätzen erstmals durch Einnahmesteigerungen aus den Anschlussentgelten überkompensiert, wie der Vorstand auf der Halbjahrespressekonferenz am Mittwoch erläuterte. Hier habe sich eine Erhöhung der Grundgebühr ab dem 1. Mai ausgewirkt.

Insgesamt legten Erlöse und Erträge der Sparte T-Com von April bis Juni wieder zu, nachdem sie im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr rückläufig waren. So erzielte der Bereich im zweiten Vierteljahr einen um 2,8 Prozent höheren Gesamtumsatz von 7,4 Milliarden Euro und ein Vorsteuerergebnis, das mit 990 Millionen Euro um 15 Prozent über Vorjahr lag. Zwischen Januar und März war das Ergebnis vor Steuern auf rund 690 Mio von 1,3 Milliarden Euro abgesackt.

Im zweiten Quartal stiegen die Anschlussgebühren im Jahresvergleich um 340 Millionen Euro, während die Verbindungsumsätze um 280 Millionen Euro fielen. Hier wirkten sich den Angaben zufolge Preissenkungen im Ortsnetz aus. In Deutschland, dem weitaus wichtigsten Markt der T-Com, waren die Umsätze zwar noch rückläufig. Doch betrug das Minus nur 1,8 Prozent, während sich für das gesamte Halbjahr ein Rückgang von 3,7 Prozent ergibt.

Für die zweitgrößte Division T-Mobile bekräftigte der Vorstand die Ertragsplanung. Er könne "glaubwürdig versichern", dass man das Ziel einer Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Zinsen (Ebitda) von mindestens 30 Prozent "satt erfüllen" werde, sagte das zuständige Vorstandsmitglied Kai-Uwe Ricke. Bei T-Mobile kletterte der Umsatz im zweiten Quartal vor allem konsolidierungsbedingt um 42 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro, während sich der Vorsteuerverlust um 31 Prozent auf 660 Millionen Euro verringerte.

T-Systems, die drittgrößte Sparte der Telekom, setzte im zweiten Quartal mit 2,83 Milliarden Euro weniger um, doch reduzierte sich das Minus auf 1,6 Prozent. Das Ergebnis brach indes auf minus 436 (minus 105) Millionen Euro ein. T-Online, die mit Abstand kleinste Division, wuchs weiter und erzielte im zweiten Quartal nun auch auf der Ebene des Vorsteuergewinns ein positives Ergebnis von 43 Millionen Euro nach einem Verlust von 52 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Im ersten Quartal war vor Steuern ebenfalls noch ein leichtes Minus von drei Millionen Euro angefallen.

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