Erlöse weiter rückläufig
Springer setzt mit Kostensenkung auf Gewinn

Der Axel Springer Verlag hat seine Prognose bekräftigt, wonach er im laufenden Jahr trotz der anhaltenden Werbekrise einen Gewinn auf Vorjahreshöhe erzielen will.

Reuters HAMBURG. Die Erlöse seien zwar weiter rückläufig, auch sei noch keine Wende im Anzeigengeschäft zu erkennen. Gleichzeitig würden aber die Kosten weiter verringert, sagte Döpfner am Dienstagabend vor Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Daher werde das Jahresergebnis 2003 voraussichtlich an das des Vorjahres heranreichen. 2002 war Springer mit Hilfe eines Kostensenkungsprogramms bei rückläufigen Umsätzen in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im Rahmen seiner Restrukturierung baute das Verlagshaus zehn Prozent der Belegschaft ab und verkaufte unprofitable Geschäftsfelder. Der operative Gewinn erhöhte sich gleichzeitig um 49 Mill. auf 63 Mill. ?.

Für das erste Quartal 2003 hatte Springer bereits auf der Hauptversammlung im April von einem ungebrochenen Rückgang der Anzeigenerlöse gesprochen. Eine Trendwende sei frühestens 2004 zu erwarten. Döpfner sprach von einem hohen Konsolidierungspotenzial in der Branche. Die Kooperation zwischen der Tageszeitung "Die Welt" und "Berliner Morgenpost" bezeichnete er als beispielhaft, um Kosten zu senken.

Nicht äußern wollte sich Döpfner zum Streit auf dem hart umkämpften Berliner Zeitungsmarkt. Dort will der Holtzbrinck-Verlag den Berliner Verlag übernehmen, um eine Kooperation zwischen dem ihm gehörenden "Tagesspiegel" und der "Berliner Zeitung" zu ermöglichen. Falls Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) die vom Bundeskartellamt untersagte Transaktion nicht doch noch durch eine so genannte Ministererlaubnis überstimmt, will Holtzbrinck den "Tagesspiegel" einstellen. Springer hat seinerseits erklärt, die "Berliner Morgenpost" und die mit ihr verflochtene "Welt" nicht mehr wirtschaftlich weiterführen zu können, falls Clement die Übernahme billigt. Clement hatte Holtzbrick daraufhin aufgefordert, sich um einen Käufer für die eigene Zeitung "Tagesspiegel" zu bemühen, und dafür eine mehrwöchige Frist eingeräumt.

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