Erlösniveau soll gesteigert werden
Thyssen Krupp zieht die Stahlpreise an

Die Thyssen Krupp Stahl AG will angesichts eines verbesserten konjunkturellen Umfelds ihre Preise für Flachstahl in zwei Schritten anheben.

Reuters DÜSSELDORF. Der Wettbewerb in Europa habe sich in den vergangenen Monaten zunehmend entspannt, teilte Thyssen Krupp Stahl am Donnerstag zur Begründung mit. Die voraus gegangenen Erhöhungen seien vom Markt gut aufgenommen worden. Nach dem Tief des vorigen Jahres sei die Stahlnachfrage inzwischen wieder auf einem zufrieden stellenden Niveau. Ziel sei es, durch die Preiserhöhungen wieder ein befriedigendes Erlösniveau zu erreichen.

Bei Thyssen Krupp sollen die Preise für Flachstahl im Oktober um 20 Euro je Tonne steigen und im Januar 2003 noch einmal in dieser Größenordnung, hieß es in der Duisburger Stahlzentrale des Konzerns weiter. In diesem Jahr hatte das Unternehmen seine Preise bereits im April zwischen 30 und 40 Euro sowie Anfang Juli um durchschnittlich 30 Euro je Tonne erhöht.

Die weltweite Stahlkonjunktur hatte im Zuge der allgemeinen Konjunkturabschwächung im vorigen Jahr einen kräftigen Dämpfer erlitten. Seit dem Frühjahr befindet sich die Stahlkonjunktur Branchenbeobachtern zufolge wieder in einem leichten Aufwind.

Der ThyssenKrupp-Konzern hatte das schwache Stahlgeschäft in seinem im Mai veröffentlichten Halbjahresbericht als hauptverantwortlich für den insgesamt erlittenen Ergebnisrückgang gemacht. Der Verlust der Sparte Stahl hatte sich im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2001/02 (zum 30. September) auf 39 Millionen Euro von 26 Millionen Euro im Vorquartal ausgeweitet. ThyssenKrupp wird seinen Bericht über die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres am 22. August veröffentlichen.

Auch der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor kündigte am Donnerstag Preiserhöhungen für Oktober und Januar von jeweils etwa 20 Euro je Tonne Flachstahl an. Der aus der französischen Usinor, der spanischen Aceralia und Arbed in Luxemburg fusionierte Konzern begründete seine Preisschritte ebenfalls mit der besseren Nachfrage innerhalb und außerhalb der Europäischen Union.

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