Ermittlungen abgeschlossen
Stoiber: Trichet wäre natürlicher Nachfolger Duisenbergs

In einem am Montag zu Beginn seines zweitägigen Frankreich-Besuchs erschienenen Interview mit der Zeitung "Le Figaro" sagte Stoiber, Trichet habe sehr gute Arbeit geleistet.

Reuters BERLIN. Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) hat den französischen Notenbankchef Jean-Claude Trichet als natürlichen Nachfolger für den vorzeitig ausscheidenden EZB-Präsidenten Wim Duisenberg bezeichnet. "In meinen Augen ist er der natürliche Nachfolger von Wim Duisenberg, und er wird unsere Stabilitätspolitik fortsetzen." Wenn es Vorbehalte gegen Trichet gegeben habe, so seien diese ausgeräumt.

Duisenberg hat angekündigt, im Juli 2003 vorzeitig als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) auszuscheiden. Trichet war schon seit dem Amtsantritt Duisenbergs als dessen möglicher Nachfolger gehandelt worden, doch hatten Ermittlungen der französischen Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit einem Bankenskandal die Realisierung der EZB-Ambitionen Trichets fraglich erscheinen lassen. Ende Mai hatte es ein Staatsanwalt in Paris jedoch abgelehnt, Trichet im Zusammenhang mit der Affäre um das Bankhaus Credit Lyonnais aus den frühen 90er-Jahren vor Gericht zu stellen. Damit war eines der letzten Hindernisse auf dem Weg Trichets an die Spitze der EZB offenbar ausgeräumt worden.

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