Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
Klöckner will verschwundene Millionen einklagen

Der Duisburger Werkstoffhändler Klöckner & Co (Klöco) will die verschwundenen 120 Millionen Euro von der Londoner Balli Gruppe einklagen.

HB/dpa DUISBURG. Die Verhandlungen über eine außergerichtliche Rückzahlung des rechtswidrig entnommenen Geldes sowie weiterer Schadensausgleichs-Zahlungen seien ohne Ergebnis beendet worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die 120 Millionen Euro waren Klöco laut Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nach dem Verkauf an die Balli-Gruppe im Oktober 2001 entzogen worden.

Der Aufsichtsrat habe den Vorstand beauftragt, das Geld von den Balli-Eigentümern sowie anderen an der rechtswidrigen Transaktion beteiligten Gesellschaften und Banken zivilrechtlich einzuklagen, teilte Klöco mit.

Unterdessen gehen die Verhandlungen zwischen Balli und der Westdeutschen Landesbank (WestLB), die den Klöco-Kauf finanziert hatte, weiter. Wie aus Verhandlungskreisen verlautete, wird dabei mit der US-Investmentgesellschaft PWG Capital über einen möglichen Einstieg bei Klöco verhandelt. Frühere Pläne, nach denen PWG eine Zwischenfinanzierung für Balli übernehmen sollte, würden derzeit nicht verfolgt, hieß es. Insgesamt soll es für die WestLB und weitere Banken um 400 Millionen Euro gehen.

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