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Ermittlungen gegen 350 Ärzte wegen Bestechlichkeit

Die Darmstädter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 350 Ärzte bundesweit wegen Bestechlichkeit. Sie sollen von einem südhessischen Hersteller medizinischer Geräte mit Geld und teuren Reisen versorgt worden sein, damit sie dessen Produkte einsetzen,.

dpa DARMSTADT. Die Darmstädter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 350 Ärzte bundesweit wegen Bestechlichkeit. Sie sollen von einem südhessischen Hersteller medizinischer Geräte mit Geld und teuren Reisen versorgt worden sein, damit sie dessen Produkte einsetzen,.

Das teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ger Neuber, am Dienstag mit. Die Manager der Firma sollen sich ebenfalls vor Gericht verantworten. Die Ermittlungen, die bereits seit zwei Jahren laufen, wurden jetzt durch einen Artikel des "Westfalen-Blattes" in Bielefeld öffentlich.

Nach Informationen Neubers standen ursprünglich mehr als 500 Ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet im Visier der Polizei. Rund 250 Fälle seien jedoch inzwischen verjährt. Ein Großteil der Bestechungsgelder sei in Form von Reisen ausgezahlt worden, die als Kongresse getarnt wurden. "Dabei konnten die Ärzte teurere Hotels buchen als üblich, ihre Familien mitnehmen und den Aufenthalt um mehrere Tage verlängern", erläuterte Neuber.

Die lange Ermittlungszeit erklärte der Staatsanwalt mit der Vielzahl der Verdächtigen. Wann das erste Verfahren eröffnet werde, sei bislang nicht abzusehen. Den Angeklagten drohten Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren.

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