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Ermittlungen gegen BGS-Beamte

Das Bundeskriminalamt ermittelt gegen Beamte des Bundesgrenzschutzes in der Sächsischen Schweiz. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden am Montag auf Anfrage.

ap DRESDEN. Von den Ermittlungen mit dem Decknamen "Zwinger" sollen nach Informationen der Sächsischen Zeitung (Montagausgabe) bis zu 30 Beamte, die zum Bundesgrenzschutzamt Pirna gehören, betroffen sein. Sie stehen im Verdacht, an Waffenhandel, Schleusungen sowie Drogen- und Zigarettenschmuggel beteiligt zu sein. Die Verfahren liefen schon seit Jahren und seien 1995 durch die Festnahme eines BGS-Beamten ausgelöst worden. Bei ihm hatten britische Zöllner bei der Einreise nach Großbritannien fast 68 Kilogramm Heroin sicher gestellt, schreibt das Blatt weiter. Der BGS-Beamte hatte das Rauschgift in einem Wohnmobil versteckt.

Er wurde später vom Landgericht Dresden zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Viele der betroffenen Beamte hätten ihren Dienst zwischen dem Zittauer Gebirge und dem Elbtal bei Bad Schandau versehen, einem der schwierigsten Abschnitte der deutschen EU-Außengrenze nach Tschechien. 80 % der illegalen Einwanderer würden versuchen, in diesem Abschnitt in die Bundesrepublik zu kommen. Ein Sprecher des BGS in Pirna sprach von einer schwierigen Situation.

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