Ermittlungen gegen ETA
15 Festnahmen nach Bombenanschlag im spanischen Baskenland

ap MADRID. Nach dem jüngsten Bombenanschlag im spanischen Baskenland hat die Polizei 15 Verdächtige festgenommen, wie die Behörden am Freitag bekannt gaben. Bei Razzien in den Städten Ordizia und Goierri sei unter anderem ein mutmaßliches Mitglied des gewalttätigen Donosti-Kommandos der baskischen Untergrundorganisation ETA festgenommen worden, berichtete der Rundfunksender Radio Nacional. Die ETA wird für den Autobombenanschlag vom Donnerstag verantwortlich gemacht, bei dem zwei Menschen getötet und vier verletzt wurden. Tausende Spanier gedachten am Freitag der Opfer.

Nach Angaben der Sicherheitsbehörden gingen die Ermittlungen gegen die ETA weiter. Bislang hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt. Die Autobombe war in der Nähe eines Bahnhofs in San Sebastian explodiert, bei den Todesopfern handelte es sich um Pendler auf dem Weg zur Arbeit. Das Attentat richtete sich offenbar gegen einen sozialistischen Stadtrat.

In ganz Spanien gedachten am Mittag Tausende der Opfer des Anschlags. Mit Schweigeminuten erinnerten sich an die beiden Toten, zwei Mitarbeiter eines Elektrounternehmens im Alter von 31 und 40 Jahren. Kollegen der Opfer legten Blumen am Tatort nieder und verurteilten die Methoden der ETA. Die Untergrundorganisation hat bei ihrem Kampf für ein unabhängiges Baskenland seit 1968 rund 800 Menschen getötet. Seit dem Ende einer Waffenruhe im Dezember 1999 werden der ETA 26 Morde zugeschrieben.

Die Polizei meldete am Freitag auch, dass mehrere Sprengsätze eine Jugendhaftanstalt in der baskischen Stadt Zumarraga beschädigt hätten. Drei bewaffnete Männer hätten die Wachen überwältigt und gefesselt und die Sprengsätze gelegt. Das Gebäude habe jedoch leer gestanden, und es habe keine Verletzten gegeben.



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