Ermittlungen nach Anschlägen in Casablanca
Spur der Attentäter führt nach Europa

Die Selbstmord-Attentäter von Casablanca hatten möglicherweise Hintermänner in Europa. Dabei könnte es sich um Marokkaner handeln, die in Belgien und den Niederlanden lebten, verlautete am Dienstag aus Ermittlerkreisen in der marokkanischen Hauptstadt Rabat.

HB/dpa RABAT. Die Attentäter hatten am Wochenende insgesamt 41 Menschen in den Tod gerissen. Nach Angaben der belgischen Justiz lag bis Dienstagabend noch kein Ersuchen um Rechtshilfe aus Rabat vor.

Die 14 Terroristen, von denen zwölf bei den Anschlägen ums Leben gekommen waren, seien von sich aus nicht in der Lage gewesen, die bei den Attentaten verwendeten Bomben zu basteln, hieß es weiter in Rabat. Sie erhielten nach Vermutungen der Ermittler von Marokkanern aus Belgien und den Niederlanden Anleitungen zum Umgang mit Sprengstoff. Nach den Hintermännern werde intensiv gefahndet, hieß es. Sie sollen im Afghanistan-Krieg auf der Seite des islamistischen Taliban-Regimes gekämpft haben.

Nach Angaben des Außenministeriums in Brüssel lagen noch keine Erkenntnisse über eine Verbindung zu marokkanischen Hintermännern in Belgien vor, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Bei den Anschlägen war auch das belgische Konsulat in Casablanca beschädigt worden.

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