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Ermittlungen nach Explosion in Halle fortgesetzt

Nach der verheerenden Gasexplosion in Halle werden an diesem Montag die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks fortgesetzt. "Wir befragen weiter mit Hochdruck eine umfangreiche Anzahl von Zeugen", sagte Polizeisprecher Siegfried Koch. Konkrete Hinweise gebe es noch nicht.

HB/dpa Berichte zu einem möglichen Versicherungsbetrug als Hintergrund für die Explosion bezeichnete Koch als Spekulation. Die "Mitteldeutsche Zeitung" hatte zuvor berichtet, dass auf dem Gebäude, das am Samstag durch die Explosion total zerstört worden war, eine Grundschuld von 2,1 Millionen Mark eingetragen sei. Ermittler hätten schon vor zwei Wochen, als Anwohner Gasgeruch meldeten, manipulierte Gasleitungen und einen mit Papier gefüllten Toaster entdeckt. Möglicherweise sollte das Gerät als Zünder genutzt werden, berichtet das Blatt. Weil auf das Gebäude eine hohe Grundschuld eingetragen seien, werde ein Versicherungsbetrug nicht ausgeschlossen.

Am Montagvormittag sollen bei den Häusern in der Umgebung, die vom Einsturz bedroht sind, voraussichtlich die Dächer abgedeckt werden. Weiterhin wollten die Ermittler versuchen, in die Kellerräume der Gebäude vorzudringen. Spezialisten des Landeskriminalamts wollen Spuren in den Trümmern des eingestürzten Hauses sichern.

Der 52 Jahre alter Mann, den die Druckwelle aus dem Fenster geschleudert hatte, kämpft nach Angaben Kochs weiter ums Überleben. Er hat schwere offene Schädel- und Brandverletzungen. Vier weitere Menschen wurden leicht verletzt.

Bereits am 6. Dezember war die Polizei wegen starken Gasgeruchs in die Gründerzeitvilla gerufen worden. Koch sagte, es sei damals ein Leck an der Gasleitung entdeckt worden. Ein Toaster mit Papier sei ebenso gefunden worden. Umfangreiche Spuren seien aufgenommen worden, die noch ausgewertet werden.

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