Ermittlungen verschlangen 70 Millionen Dollar
Whitewater-Affäre: Freispruch für die Clintons

Mit einem Freispruch mangels Beweises für Bill und Hillary Clinton in der Whitewater-Affäre sind achtjährige Skandal-Ermittlungen gegen den amerikanischen Ex-Präsidenten und seine Frau zu Ende gegangen.

dpa WASHINGTON. Sonderstaatsanwalt Robert Ray teilte am Mittwoch in Washington offiziell mit, dass die Beweise nicht ausreichten, um den Clintons ein kriminelles Verhalten in dem umstrittenen Immobiliengeschäft Whitewater in ihrem Heimatstaat Arkansas nachzuweisen.

Die Ermittlungen gegen die Clintons kosteten rund 70 Millionen Dollar. Sie führten zur Verurteilung von zwölf Angeklagten. Darunter sind ein Nachfolger Clintons als Arkansas-Gouverneur, Guy Tucker, sowie die früheren Geschäftspartner Susan und Jim McDougal.

Die Whitewater-Vorwürfe hatten eine Serie von Ermittlungen gegen Clinton ausgelöst, die sich in der Sexaffäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky zuspitzten. Wegen des Lewinsky-Abenteuers leitete der Kongress ein am Ende erfolgloses Verfahren zur Amtsenthebung Clintons ein.

Kurz vor dem Ausscheiden aus dem Amt im Januar 2001 einigte sich Clinton mit Sonderermittler Ray darüber, Falschaussagen in der Lewinsky-Affäre zuzugeben, ohne deswegen offiziell angeklagt zu werden. Er musste nur in Arkansas eine Strafe von 25 000 Dollar bezahlen. Außerdem wurde ihm dort die die Anwaltslizenz für fünf Jahre entzogen.

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