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Ermittlungen wegen Terror-Finanzierung

Der Terroranschlag in den USA könnte möglicherweise über Termingeschäfte und Leerverkäufe in Rückversicherungs- und Luftfahrtaktien mitfinanziert worden sein. Nach Berichten der New York Times ermitteln deutsche und US-Behörden, ob Vertraute Osama bin Ladens in den Tagen vor dem Anschlag Aktien der Münchner Rück und zweier weiterer europäischer Rückversicherer "leer" verkauft haben.

rob/sia/dj FRANKFURT/NEW YORK. Die Untersuchung erstrecke sich auch auf den Einsatz von Verkaufs-Optionen. Bei einem Leerverkauf stößt ein Spekulant zunächst geborgte Aktien ab, um sich nach dem von ihm erwarteten Kurseinbruch wieder billiger einzudecken und die geliehenen Werte zurückzugeben. Die Münchner-Rück-Aktie hatte allein am Tag des Anschlags 16 % verloren, an den drei Tagen zuvor je 4 bis 5 %. In Deutschland heißt es, dass zudem die Kursbewegungen der Lufthansa-Aktie untersucht worden seien. Ein Sprecher der Deutschen Börse bestätigte dem Handelsblatt, dass die Handelsüberwachungsstelle "die Handelsdaten einzelner Wertpapiere vom Dienstag überprüft hat". Es hätten jedoch keine Auffälligkeiten festgestellt werden können. Deutsche Privatanleger können in der Regel keine Leerverkäufe machen. Für einen genauen Nachweis müsse man ohnehin jedes einzelne Geschäft anschauen, betonen Experten.

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