Ermittlungen werden fortgesetzt
Milzbrand: Kanzleramt gibt Entwarnung

Der Verdacht auf einen Biowaffenanschlag im Berliner Kanzleramt hat sich nicht bestätigt. Das Robert-Koch-Institut habe in dem per Post eingegangenen weißen Pulver keine Milzbrand-Erreger oder andere gefährliche Stoffe festgestellt, teilte Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye am Dienstag in Berlin mit.

ap BERLIN. Der Vorfall werde aber von den Ermittlungsbehörden weiter untersucht. Der Brief mit weißem Pulver war am Montagmittag in der Poststelle der Regierungszentrale eingegangen.

Zwei Mitarbeiter der Poststelle hatten das Pulver entdeckt, das nach Öffnung eines Briefs durch eine automatische Anlage aus dem Umschlag gerieselt war. Umgehend wurden das Robert-Koch-Institut und die Ermittlungsbehörden eingeschaltet. Kanzleramtsminister Frank-Walter Steinmeier gab noch am Abend vorläufige Entwarnung: Es habe sich wohl um einen weiteren Fall von Trittbrettfahrerei gehandelt.

Mit dem verdächtigen Brief im Kanzleramt hatte die Serie der Milzbrand-Fehlalarme am Montag ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. Briefe mit weißem Pulver legten auch die Postzustellung in der Region Köln lahm und sorgten für die Schließung des Liebknecht-Hauses der Leipziger PDS.

Trotz der vielen Fehlalarme nehmen Behörden und Fachleute die Situation weiterhin ernst. So rief das Robert-Koch-Institut die Bundesbürger zu erhöhter Vorsicht auf. Falls in der Post verdächtige, etwa mit Pulver gefüllte Briefe auftauchten, sollte schnellstmöglich die Polizei benachrichtigt werden.

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