Ernährung als wichtiger Faktor der Tour
Die Angst vorm Hungerast

Wir alle erinnern uns an die spektakuläre Tour-Szene aus dem Jahr 1998: Jan Ullrich versagen die Beine den Dienst. Er hatte vergessen zu essen. Auch die Ernährung entscheidet auf der Tour über Sieg und Niederlage.

ST. FLOUR. Die Berge kommen. Und wie in jedem Jahr der Tour de France stehen den Fahrern damit die kräftezehrendsten Tage bevor. Der Kampf ums Gelbe Trikot wird meist in den steilen Rampen der Pyrenäen und Alpen entschieden. Eine Chance hat nur, wer optimal auf die harten Anforderungen vorbereitet ist. "Wer falsch isst oder trinkt, hat schon verloren", sagt T-Mobile-Teamarzt Lothar Heinrich. Für den Mediziner von der Uniklinik Freiburg ist klar: "Ernährung und Flüssigkeitsaufnahme sind im Hochleistungssport die Schlüssel zum Erfolg."

Jan Ullrich hat damit schon schlechte Erfahrungen gemacht. 1998 kostete ihn sein berühmter `Hungerast´ auf dem Weg zum Galibier den zweiten Toursieg nach seinem Triumph ein Jahr zuvor. Bei Regen und Kälte hatte der damals 24-Jährige am `Dach der Tour´ das Essen vergessen und später beim Anstieg nach Deux Alpes völlig entkräftet über neun Minuten auf den späteren Sieger Marco Pantani verloren. "Heute würde das wahrscheinlich nicht mehr passieren", ist Heinrich überzeugt: "Die Fahrer werden vom Teamwagen aus über Funk ständig daran erinnert, ausreichend zu essen und trinken. 1998 war das noch nicht so."

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