Ernährungsgewohnheiten vorerst nicht umzustellen
Auch in der Schweiz Acrylamid entdeckt

Das als erbgutschädigend und Krebs erregend geltende Acrylamid findet sich auch in den Schweizer Lebensmitteln in hohen Konzentrationen.

dpa BERN. Das haben Untersuchungen des Kantonslabors Zürich ergeben, wie das Schweizer Fernsehen am Dienstagabend berichtete. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das das Labor mit den Untersuchungen beauftragte hatte, wollte am Mittwoch aber noch keine Konsum-Empfehlungen geben.

Daniel Imhof vom Kantonslabor sagte dem Fernsehen, es sehe «so aus, als ob wir die Resultate von Schweden auch hier finden». Die Lebensmittelbehörde Schwedens hatte Ende April vor erheblichen Krebsrisiken durch Acrylamid gewarnt. Nach Berichten des Hamburger Magazins "Der Stern" und der ARD-Sendung "Plusminus" haben Experten Acrylamid auch in deutschen Lebensmitteln gefunden. Ein Labor habe den Stoff in Kartoffelchips, Cornflakes, Pommes frites und Knäckebrot nachgewiesen.

In der Schweiz wurden den Angaben zufolge hohe Werte an Acrylamid wurden in Chips, Müesli und Knäckebrot festgestellt. Fündig wurde das Labor auch in Brot und Rösti. Es will nun auch Lebensmittel prüfen, die über 100 Grad erhitzt werden.

In Anlehnung an die Weltgesundheitsorganisation WHO empfehlen die Schweizer Behörden, die Ernährungsgewohnheiten vorerst nicht umzustellen. Gesund sei, viel Obst und Gemüse und weniger fettreiche Speisen zu essen. Ende Juni wollen sich WHO-Experten in Genf zusammensetzen, um über die bisherigen Forschungsergebnisse zu beraten.

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