Erneuerter Auslandsvertrieb soll helfen
Klavierbauer Bechstein auf Expansionskurs

Trotz der gegenwärtigen Kaufzurückhaltung hat das deutsche Traditionsunternehmen große Pläne. Eine Umsatzverdoppelung auf den Märkten in den USA und in Südkorea soll den Gewinn auf 1,4 Mill. Euro steigern.

HB/dpa BERLIN. Das Berliner Unternehmen will vor allem durch bessere Geschäfte im Ausland bei Umsatz und Gewinn zweistellig zulegen, kündigte Finanzvorstand Karl-Heinz Geishecker am Donnerstag an. Die C. Bechstein Pianofortefabrik AG feiert im Juni ihr 150-jähriges Bestehen. Zu Beginn des Jahres war sie mehrheitlich von Samick übernommen worden, einem der weltweit führenden Instrumentenhersteller aus Seoul.

Im letzten Jahr der Eigenständigkeit machte Bechstein bei einem Umsatz von 20,3 Millionen Euro knapp 1,2 Millionen Euro Gewinn. Damit wurden die Ergebnisse aus dem Jahr 2001 knapp verfehlt. Das börsennotierte Unternehmen begründete dies mit dem "anhaltend gemäßigten Konsumverhalten und den unübersehbaren weltwirtschaftlichen Probleme". Die Dividende soll mit 0,40 Euro unverändert bleiben.

Im laufenden Jahr soll der Umsatz durch die neue Vertriebsstruktur im Ausland auf 23,8 Millionen Euro gesteigert werden. Dabei setzt das Kreuzberger Unternehmen vor allem auf die Märkte in den USA und Südkorea, wo der Umsatz verdoppelt werden soll. In den ersten drei Monaten wurden in den USA bereits deutlich mehr Klaviere verkauft. "Die Spannungen im deutsch-amerikanischen Verhältnis haben uns bislang in keinster Weise belastet", sagte Geishecker. Beim Gewinn peilt das börsennotierte Unternehmen eine Marke von 1,4 Millionen Euro an.

Im vergangenen Jahr verkaufte Bechstein weltweit 3779 Klaviere und Flügel, 62 weniger als im Jahr zuvor. Der Piano- und Gitarrenbauer Samick hatte zu Beginn des Jahres 60 Prozent der Bechstein-Anteile vom bisherigen Hauptgesellschafter übernommen, der Familie Schulze. Diese bekam im Gegenzug 15 Prozent der Anteile an Samick.

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