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Erneut belasten Ertragswarnungen

Die Zahl der Ertragswarnungen steigt weiter. Nachdem Apple die Computerbranche mit schlechten Aussichten unter Druck setzte, legte auch die Bank of America nach. Das größte Finanzinstitut der Welt warnte die Anleger ebenfalls vor enttäuschenden Geschäftszahlen.

Die Lage bestätigt die Befürchtungen der Experten. Obwohl bis zur Veröffentlichung der Quartalszahlen noch Zeit ist, revidierten wie Apple, Altera und Gateway bereits rund 300 Unternehmen ihre Gewinnerwartungen nach unten. Im Vorquartal lag die Zahl noch um rund 70 Unternehmen niedriger. Nachdem die Wachstumsraten im vergangenen Monat noch bei 13,3 Prozent lagen, rechnen die Experten für Dezember nun nur mit einer Steigerungsrate von 8,1 Prozent.



Bank of America

zog die Nachricht enttäuschender Quartalzahlen am Mittwoch ins negative Terrain. Das größte Bankhaus der USA wird im laufenden Quartal voraussichtlich nur einen Gewinn von 85 bis 90 Cents pro Aktie ausweisen können. Damit liegt der Gewinn rund 27 Prozent unter dem Gewinn des Vorjahresquartals. Analysten hatten mit einem Gewinn von 1,17 Dollar pro Aktie gerechnet. Die höheren Kreditkosten und der lahmende Kapitalmarkt machen dem Unternehmen das Leben schwer.



Die Aktien der Citigroup und J.P. Morgen litten ebenfalls unter den pessimistischen Nachrichten und den Gewinnmitnahmen einiger Anleger. Nachdem sie und andere Finanztitel am Vortag von der optimistischen Interpretation der Rede Alan Greenspans profitierten, gingen sie heute mit Kurseinbußen aus dem Rennen. Computerwerte mussten Einbußen hinnehmen. Die Gewinnwarnung bei Apple zog die Aktien von Dell, Compaq Computer und IBM mit in die Tiefe.



Den Dow Jones Index zogen zur Wochenmitte die Werte in den Keller, die ihm am Vortag die Gewinne bescherten. IBM und Intel führten die Verliererliste an. Intel litt unter negativen Analystenkommentaren. Brokerhaus Salomon Smith Barney kramte erneuert eine schlechte Kritik über den größten Chiphersteller der Welt hervor. Bereits vergangene Woche hatte das Analystenhaus die Gewinn- und Umsatzschätzungen gekappt. Nun befürchtete der Analyst Jonathan Joseph, das vierte Quartal könnte sich zum schlechtesten der vergangenen zehn Jahre entwickeln. Die Aktie fiel um zwölf Prozent.



Auch Hewlett-Packard verlor kräftig an Wert, nachdem der zweitgrößte Computerhersteller auf einer Analystenkonferenz mittelte, dass der Umsatzanstieg im ersten Quartal am unteren Ende der Erwartungen liegen werde. Schuld an den eher durchschnittlichen Prognosen sei die deutlich abgekühlte Verbrauchernachfrage.



Die Mehrheit der Einzelhändler hatte zur Wochemitte ebenfalls mit Kursverlusten zu kämpfen. Circuit City goss mit einer Gewinnwarnung zusätzlich Öl in die Flamme. Der Verlust der Elektro-Einzelhandelskette wird im dritten Quartal voraussichtlich vier Mal so hoch ausfallen als die Analysten ursprünglich erwartet hatten. Dem Elektrohändler machen Konkurrenten wie Best Buy die Preise und das Geschäft kaputt. Der Umsatz von Läden, die bereits über ein Jahr existieren, ging im vergangenen Jahr um zehn Prozent zurück.

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