Erneut ein Todesopfer durch Brände
Feuerring schließt Sydney ein

Die verheerenden Buschbrände im Osten Australiens haben die Millionenmetropole Sydney mit einem Ring aus Feuer eingeschlossen und einen weiteren Menschen das Leben gekostet. Mehr als 3 500 Feuerwehrleute sind im Einsatz, um etwa im Norden der Hafenstadt eine 15 Kilometer lange Flammenwand von Häusern fern zu halten, wie australische Medien am Freitag meldeten.

HB/dpa SYDNEY. In den Vororten Menai und Cowan musste wegen der schlimmsten Feuersbrunst seit 30 Jahren mit Evakuierungen begonnen werden. Die Straße zwischen Sydney und Brisbane wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Aus einem ausgebrannten Caravan wurde den Angaben zufolge die Leiche eines 81-Jährigen geborgen. Zuvor war ein 73-Jähriger an einem Herzinfarkt gestorben, als er seine Pferde vor den Flamme retten wollte. Noch immer lodern über 70 Feuer rund um Sydney.

Feuerwehrchef Phil Koperberg äußerte sich pessimistisch über die Aussichten, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. "Es gibt einfach zu viele Feuer. Wir haben eine hunderte Kilometer lange Feuerfront, das ist einfach nicht in den Griff zu bekommen."

Die Brände legten bislang mehr als 30 Häuser in Schutt und Asche. Etwa 800 Menschen verloren ihr Obdach und mussten in Notunterkünfte flüchten. Der Osten Australiens leidet unter der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten. Bei den schweren Buschbränden im vorigen Jahr wurden um die Weihnachtszeit und zu Jahresbeginn rund 150 Häuser zum Raub der Flammen, 500 000 Hektar Land verbrannten. Tausende von Menschen mussten sich in Sicherheit bringen.

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