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Erneut zwei Briefbomben in Niederbayern

Bei der Serie von Briefbombenattentaten auf Politiker in Niederbayern ist am Montag erstmals ein Sprengsatz explodiert. Eine Sekretärin des Regener Landrates Heinz Wölfl (CSU) wurde beim Öffnen der Sendung leicht verletzt, sagte ein Polizeisprecher.

dpa REGEN/STRAUBING. Bei der Serie von Briefbombenattentaten auf Politiker in Niederbayern ist am Montag erstmals ein Sprengsatz explodiert. Eine Sekretärin des Regener Landrates Heinz Wölfl (CSU) wurde beim Öffnen der Sendung leicht verletzt, sagte ein Polizeisprecher.

Eine zweite Briefbombe konnte im Rathaus von Straubing sicher gestellt werden, ohne dass Menschen zu Schaden kamen. Mitarbeiter der Stadt hatten die an Oberbürgermeister Reinhold Perlak (SPD) adressierte Sendung als verdächtig aussortiert und die Polizei gerufen.

Insgesamt sind damit in den vergangenen fünf Monaten in dem ostbayerischen Bezirk sechs Bomben an Kommunal- und Bundespolitiker verschickt worden. Die Sprengsätze wurden vermutlich aus Pulver von Silvesterfeuerwerk gebaut. Die ersten Sendungen waren an den Landrat von Passau, Hanns Dorfner, den Passauer Oberbürgermeister Albert Zankl (beide CSU) sowie die Deggendorfer Bundestagsabgeordnete Brunhilde Irber (SPD) gerichtet. Zuletzt ging vor drei Wochen ein Sprengsatz im Landratsamt Dingolfing-Landau ein, der an Landrat Heinrich Trapp (SPD) geschickt worden war.

Ob alle bisher verschickten Bomben vom selben Attentäter stammen, ist bislang nicht mit Sicherheit geklärt. Die Ermittler gehen allerdings von einem Zusammenhang aus. Die Polizei vermutet einen 40 bis 60 Jahren alten Mann hinter der Anschlagsserie. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um einen Täter handelt, der allgemein Groll auf Politiker hegt.

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