Erneute mündliche Verhandlung
Erneut Streit um Auflagen für Eon-Ruhrgas-Fusion

Im neu aufgerollten Verfahren um eine Fusion der Energiekonzerne Eon (Düsseldorf) und Ruhrgas (Essen) ist es am Donnerstag zu erneutem Streit mit den Wettbewerbern über die mit einer möglichen Ministererlaubnis verbundenen Auflagen gekommen.

dpa/HB ESSEN. In der erneuten mündlichen Verhandlung im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin wies Eon-Chef Ulrich Hartmann darauf hin, dass sich inzwischen der Wettbewerb am Gasmarkt weiter verstärkt habe. So hätten sich die Ölmultis Shell und ExxonMobil wie BP entschlossen, aus dem Aktionsärkreis der Ruhrgas auszuscheiden. Die drei weltweit größten privaten Erdgas-Produzenten träten damit als Wettbewerber der Ruhrgas auf den deutschen Markt. "Gaslieferungen dieser Unternehmen kommen allen Marktteilnehmern - insbesondere kleinen Händlern und auch Stadtwerken - zugute", sagte Hartmann.

Dem widersprachen etliche Energiekonkurrenten. So forderte der Vorstandsvorsitzende des baden-württembergischen Konzerns EnBW, Gerhard Goll, die Auflagen des Ministeriums für eine Fusion der Energieriesen zu verstärken. So müssten insbesondere Beteiligungen an Stadtwerken veräußert werden. Nicht nur die Ruhrgas könne die Gasversorgung und Investitionen ins sowjetische Gasnetz sicher stellen, betonte Goll.

Die neuerliche Anhörung war nötig geworden, nachdem das Oberlandesgericht Düsseldorf Formfehler des ersten Verfahrens einer so genannten Ministererlaubnis festgestellt hatte.

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