Erneute Zuwächse
Unverhoffter Sonnenschein am Neuen Markt

Die Ablehnung, die dem Neuen Markt zuletzt entgegen schlug, ist vorerst vorbei. Der Nemax gewann 0,9 % auf 783 Punkte. Der Nemax 50 verlor am Ende um 1 % auf 734 Punkte.

FRANKFURT/M. Es gibt auch noch positive Überraschungen am Neuen Markt. Eigentlich hatten sich viele auf Gewinnmitnahmen eingestellt, nachdem am Vortag die Kurse so außergewöhnlich angezogen waren. Dazu kam es zwar anfangs auch, doch beruhigte sich der Markt schnell wieder. Und als am Nachmittag die US-Technologiebörse Nasdaq deutlich ins Plus zog, kam auch hier die Sonne durch. Die hielt sich zwar nicht bis zum Ende des Handels. Aber die kategorische Ablehnung, die dem Neuen Markt noch in der letzten Woche entgegen schlug, war indes nicht mehr zu spüren. Dafür sorgte auch die eine oder andere positive Nachricht von Unternehmensseite.

So kündigten sowohl Mühlbauer als auch Beko, den Rückkauf eigener Aktien an. Beide demonstrierten den Anlegern damit Vertrauen in die eigenen Papiere. Mühlbauer, der Rodinger Hersteller von Smart- Card-Anlagen, darf laut Beschluss der Hauptversammlung bis zu 10 % des Grundkapitals zurückkaufen. Beim Wiener IT-Dienstleister Beko sind es bis zu 5 %. Wesentlich mehr profitieren konnte von dieser Ankündigung die Mühlbauer-Aktie. Sie gewann 10,5 % auf 21 Euro. Beko hingegen legten um bescheidene 2 % auf 9,13 Euro zu.

Einen leichten Schub erhielt auch die Aktie des Berliner Software-Anbieters Beta Systems, die um 2 % auf 3 Euro stieg. Ihr kam ein Auftrag der Wüstenrot & Württembergischen zu Gute. Der hat zwar nur ein Volumen von einer halben Million Euro, die Anleger quittierten jedoch, dass Beta mit einem Großen der Bauspar- und Versicherungsbranche ins Geschäft kam.

Auch die Kurssteigerung der Jumptec-Aktie von 18 % auf 8,90 Euro wurde anfangs als übertrieben betrachtet, hatte man doch mit Marc Brown lediglich einen dritten Vorstand berufen. Der allerdings ist Gründer der US-Tochter Adastra und soll den Umsatzanteil des Herstellers von Computerboards in den USA stark ansteigen lassen.

Für enttäuschte Gesichter sorgte allerdings Gauss Interprise. Die Hamburger Software-Firma reduzierte ihre Umsatz- und Ergebniserwartung für das laufende Jahr und kündigte Entlassungen an. Die Aktie fiel 13,7 % auf 0,44 Euro. Auch Popnet hat schwere Sorgen, seit die Commerzbank eine Kreditlinie über 17,5 Mill. DM bis zum 24. Oktober fällig stellte. Die Aktie verlor 45 % auf 0,56 Euro.

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