Ernsthafte Bedenken der Kartellbehörden
Telekom-Fusion MCI WorldCom/Sprint droht zu scheitern

WorldCom erwäge, seine Übernahmeofferte für Sprint im Volumen von 129 Milliarden Dollar zurückzuziehen.

afp WASHINGTON. Die angekündigte Großfusion der US-Telekomkonzere MCI WorldCom und Sprint droht an Bedenken der Wettbewerbshüter zu scheitern. Die Tageszeitung "Washington Post" berichtete am Dienstag, sowohl die Kartellbehörden in den USA als auch EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti steuerten auf ein Verbot des Vorhabens zu. WorldCom erwäge daher, seine Übernahmeofferte für Sprint im Volumen von 129 Milliarden Dollar (rund 270 Milliarden Mark) zurückzuziehen. Laut "Washington Post" wollen die Kartellwächter des US-Justizministerium das Fusionsvorhaben auf dem Gerichtswege stoppen lassen, weil sie eine Vormachtstellung des neuen Unternehmens bei Ferngesprächen fürchten. Brüssel sorgt sich über eine drohende Übermacht des Konzerns im Internet-Bereich.

WorldCom hatte zwischenzeitlich schmerzhafte Einschnitte erwogen, um die Fusion doch noch durchsetzen zu können, soll aber inzwischen zu dem Schluss gekommen sein, dass dies nicht im besten Interesse des Unternehmens sei. Laut "Financial Times" war der Verkauf fast aller Internet- und Ferngesprächsaktivitäten von Sprint im Gespräch; die Sparten werden mit zusammen 40 bis 45 Milliarden Dollar bewertet. Bei WorldCom verbleiben sollte dabei lediglich das Sprint-Mobilfunkgeschäft.

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