Eröffnung der 14. Münchener Medientage
Stoiber fordert einheitliche Regeln für neue Medien

Reuters MÜNCHEN. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hat einen einheitlichen Rechtsrahmen für den Jugendschutz in den neuen elektronischen Medien gefordert. Zur Eröffnung der 14. Münchener Medientage sagte Stoiber am Montag in einer medienpolitischen Grundsatzrede, die Überwachung des Jugendschutzes solle in einer Hand liegen. "Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass eine solche Stelle bei den Landesmedienanstalten gebildet wird", sagte Stoiber. Er verwies darauf, dass zum Beispiel bei der Ausstrahlung der Sendung "Big Brother" im Fernsehen und im Internet unterschiedliche Kontrollgremien zuständig seien. Stoiber betonte aber auch die Eigenverantwortung der Programmanbieter für den Jugendschutz.

Der bayerische Ministerpräsident forderte außerdem eine Deregulierung der Werbung in der Medienbranche. Die Bestimmungen sollten für den privaten Rundfunk auf die notwendigen Grundsätze wie das Gebot der Kennzeichnung von Werbung, Trennung von Werbung und Programm und das Verbot der Schleichwerbung begrenzt werden. Die Ordnungpolitik solle sich hier "deutlich zurücknehmen", sagte Stoiber.

Auf den Medientagen und der parallel stattfindenden Fachmesse für Broadcast, Film und Neue Medien werden in den nächsten drei Tagen rund 7000 Besucher erwartet. Im Mittelpunkt des Kongresses stehen die Herausforderungen und Chancen von Medienunternehmen im Zeitalter der Globalisierung.

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