Eröffnung der Wall Street
Nasdaq unter 3000 Punkten

Die Nasdaq führt im frühen Handel die Talfahrt vom Freitag weiter. Der Index der Technologiebörse ist kurz nach der Eröffnung unter die psychologisch wichtige 3000-Punkte-Marke gefallen. Auch der Dow Jones Index fällt in die Verlustzone. Schlechte Quartalszahlen von Hewlett-Packard geben den Märkten negative Impulse. Schon vergangene Woche hatte Dell mit enttäuschenden Ergebnissen die Börsen nach unten gezogen. Als großes Manko stellt sich für die Börse zu allem Übel die Unsicherheit über den Ausgang der US-Präsidentschaftswahlwahl dar. Die Stimm-Auszählungen in Florida sind noch nicht abgeschlossen.

Als großer Verlierer startet Hewlett-Packard in den Börsentag. Der zweitgrößte Computerhersteller hat die Märkte mit seinen vorbörslich gemeldeten Quartalszahlen geschockt. Die durchschnittlichen Analystenschätzungen wurden im vierten Quartal deutlich verfehlt. Hewlett-Packard meldet einen Gewinn in Höhe von 41 Cents pro Aktie gegenüber prognostizierten 51 Cents pro Aktie. CEO Carly Fiorina führt als Begründung Währungsschwierigkeiten und höhere Ausgaben an. Des Weiteren teilte Hewlett-Packard mit, dass der geplante Kauf des Consultingarms von PricewaterhouseCoopers für 18 Milliarden Dollar geplatzt sei.



Abwärts geht es auch für Sun Microsystems, den größten Hersteller von Server-Computern, Cisco und Hewlett-Packard-Konkurrent Dell.



Avis gewinnt an Kurswert

Honeywell und General Electric belasten den Dow Jones Index. Der Mischkonzern Honeywell wird nach Angaben des Wall Street Journals mit den Wachstumsaussichten im kommenden Jahr enttäuschen. Für den Luftfahrtbereich wird ein relativ schwaches Wachstum von vier Prozent erwartet. Honeywell kündigte zudem an, dass der Verkauf von mehreren Geschäftsfeldern abgeblasen wurde. Als Begründung nennt das Management die bevorstehende Übernahme durch General Electric.



Avis gewinnt an Kurswert. Der weltgrößte Hotel-Franchiser Cendant will die Autovermietung zurückkaufen. Cendant hatte Avis vor drei Jahren an die Börse gebracht. Als Kaufpreis werden 935 Millionen Dollar genannt, was einer zehnprozentigen Prämie für Avis-Aktionäre entsprechen würde.



Genentech verliert trotz guter Nachrichten

FedEx verliert, nachdem bekannt wurde, dass der weltgrößte Zustelldienst American Freightways übernehmen wird. FedEx bietet bis zu einer Milliarde Dollar in Cash und Aktien. Die Aktionäre des Fuhrunternehmens erhalten rund 23 Dollar pro Aktie. Gemessen an den Schlusskursen vom Freitag handelt es sich um eine 60-prozentige Prämie.



Trotz guter Nachrichten verliert das Biotechnologie-Unternehmen Genentech. Eine einjährige klinische Studie zeigt Erfolge des Herzmedikaments VEGF. Bis jetzt sind alle Versuche mit Medikamenten in diesem Bereich enttäuschend verlaufen. Konkurrent Chiron musste schon Anfang des Jahres bekannt geben, dass das Medikament FGF keine Verbesserung von Herzbeschwerden bringen würde.



Heute erwartet die Wall Street Quartalszahlen von Global Crossing und Toys`R`Us. Auch das Capital Venture Unternehmen CMGI wird Zahlen melden. Der Sektor war vergangene Woche nach einem mäßigen Quartalsergebnis der Internet Capital Group unter Druck geraten.

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