Eröffnung eines Vergleichs
Libro-Aktie vom Handel ausgesetzt

Die Aktie der um ihre Existenz kämpfenden österreichischen Buch- und Medienkette Libro AG ist am Donnerstag vom Handel an der Wiener Börse ausgesetzt worden.

dpa-afx WIEN. Da eine wichtige Mitteilung des Unternehmens erwartet werde, sollten eventuelle Informationsvorsprünge einiger Anleger verhindert werden, begründete die Börse ihren Beschluss. Am Vorabend hatten die Banken, bei denen das Unternehmen 2,3 Mrd. Schilling (327 Mill. DM/167 Mill. ?) Schulden hat, die Eröffnung eines Vergleichs beschlossen. Er soll noch in dieser Woche angemeldet werden. Die Banken wollen bis zu 500 Mill. Schilling in das Krisen geschüttelte Unternehmen stecken, um einen Zusammenbruch zu verhindern.

Die börsennotierte Medienkette hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,2 Mrd. Schilling Schulden gemacht. Daneben steht sie bei den Lieferanten mit 700 Mill. Schilling in der Kreide. Die 3000 Mitarbeiter hatten bisher 300 Filialen in Österreich und 18 in Deutschland betrieben. Die offenbar fehlgeschlagene Expansion ins Nachbarland war als ein Grund für die Schwierigkeiten des Unternehmens genannt worden. Das Management unter dem Vorstandschef Andre Rettberg soll nach inoffiziellen Informationen abgelöst werden.

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