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Eröffnung in der Gewinnzone

Einen Tag vor der US-Präsidentenwahl eröffnen die New Yorker Indizes in der Gewinnzone. Trotzdem könnten Investoren heute im weiteren Börsenverlauf ein wenig abwartender handeln. Die Anleger wollen erst Klarheit haben, wer der neue Präsident wird und wie sich die Quartalszahlen des Technologie-Zugpferdes Cisco entwickeln.

Bei Cisco verhalten sich Anleger pessimistisch. Der Wert des Netzwerkausstatters eröffnet als Nasdaq Verlierer. Analysten erwarten im Schnitt einen Gewinn von 17 Cents pro Aktie, im Vorjahr hatte der Konzern elf Cents ausgewiesen. Die große Frage, die Analysten und Anleger bereits in den vergangenen Handelstagen beschäftigt hat, ist jedoch, ob Cisco seinen Wachstumspfad fortsetzen kann. Skepsis hatte sich breit gemacht, nachdem der Cisco-Rivale Nortel Networks in der vorvergangenen Woche die Ergebniserwartungen verfehlt hatte.



VA Linux stürzt mit rasanter Geschwindigkeit in die Tiefe. Der Hersteller von auf dem Linuxbetriebssystem basierenden Computern und Software hat eine Umsatzwarnung herausgegeben. Geringere Verkäufe an Internetfirmen trüben das Ergebnis. Abgeben müssen im frühen Handel auch Red Hat und Corel.



Philip Morris gehört zu den größten Verlierern im Dow Jones Index. Die amerikanischen Tabakkonzerne haben eine Schlappe im Rechtsstreit mit Rauchern in Florida erlitten. Wie Associated Press meldet, hat ein Bundesgericht den Florida Fall an ein anderes Gericht weitergeleitet. Philip Morris und weitere Tabakkonzerne, die eine Rekordsumme in Höhe von 145 Milliarden Dollar zahlen sollen, hatten gehofft, dass das Bundesgericht zu ihren Gunsten entscheiden würde. Neben Philip Morris sitzen unter anderem R.J. Reynolds, Loews und British American Tobacco auf der Anklagebank. Tabak-Investoren drücken nun George W. Bush die Daumen. Der Präsidentschaftskandidat hat im Falle eines Wahlsiegs versprochen, die Milliardenklage nicht weiter zu verfolgen.



Unterstützung bekommt der Biotechnologiesektor von Analystenaufstufungen der Unternehmen Amgen und Chiron. Beide Aktien tendieren stärker.



America Online und Time Warner stehen kurz vor einer Einigung mit den US-Wettbewerbsbehörden. Dies berichtet das Wall Street Journal. Die US-Behörden verlangen von den angehenden Partnern, dass konkurrierende Internetunternehmen Zugang zu den Kabelleitungen erhalten. Gespräche mit America Online und Time Warner könnten bereits in der laufenden Woche abgeschlossen werden.



3Com

ist bereit, 259 Millionen Dollar zu zahlen, um einen Rechtstreit zu schlichten. Aktionäre hatten den Hersteller von Netzwerkzubehör verklagt, über den Kauf von U.S. Robotics nicht ausreichend informiert worden zu sein. 3Com hatte im Juni 1997 U.S. Robotics, einen Anbieter von Servern, Modems und elektronischen Notizbüchern, für 8,9 Milliarden Dollar übernommen und dabei nicht mitgeteilt, dass sich der Umsatz des übernommenen Unternehmens voraussichtlich verlangsamen werde. 3Com wird heute mehrere neue Produkte vorstellen. Laut des Unternehmens handelt es sich um die größte Einführung neuer Produkte in der Firmengeschichte. Der Wert befindet sich leicht im Plus.



Continental Airlines

, die fünftgrößte US-Fluggesellschaft, hat dem Rückkauf von 6,69 Millionen Aktien für 450 Millionen Dollar zugestimmt. Verkäufer ist Northwest Airlines. Der Schritt erfolgt, um einen Rechtsstreit mit den US-Wettbewerbsbehörden beizulegen. 1998 hatte Northwest einen mehrheitlichen Anteil an Continental erworben.

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