Eröffnungsbericht
Dax und Nemax starten mit Verlusten

Nach den schwachen Vorgaben aus den USA sind die Deutschen Aktienmärkte mit Kursabschlägen in den Tag gestartet. Nach Beginn des Pilotenstreiks steht die Aktie der Lufthansa im Mittelpunkt.

HB DÜSSELDORF. Nach den schwachen Vorgaben aus den USA sind die Deutschen Aktienmärkte mit Kursabschlägen in den Tag gestartet. Der Dax verlor in den ersten Handelsminuten rund 0,3 % und notierte bei 6069,42 Punkten. Am Vortag war der Index mit 6089 Punkten aus dem Handel gegangen.

Noch stärkere Kursverluste musten die Aktien am Neuen Markt hinnehmen. Der Nemax 50 verlor 22 Punkte oder 1,2 % auf 1818 Punkte.

Bei den Standardwerten im Dax gab es Minuszeichen auf breiter Front. In den ersten Handelsminuten setzten sich die Aktien der Deutschen Telekom mit einem Aufschlag von 1,59 Prozent auf 27,44 Euro an die Dax-Spitze. Die Investmentbank Goldman Sachs hatte die europäischen Telekomwerte auf "Übergewichten" eingestuft. Schwächster Titel dagegen die Aktie von Thyssen-Krupp. Das Papier des Stahlkonzerns büßte 2,02 Prozent auf 17 Euro ein.

Lufthansa-Piloten und die US-Arbeitsmarktdaten im Fokus

Händler rechnen mit für den weiteren Handelsverlauf mit Kursabschlägen. Besonders die Lufthansa werde einen schweren Tag vor sich haben, heißt es auf dem Parkett. Sollte der Streik der Piloten länger andauern, könnte die Aktie nach auch unter die Marke von 20 Euro fallen. Eine Unterstützung werde der Titel bei 19,50 Euro finden, heißt es. Die Aktie eröffnete mit einem leichten Kursabschlag und notierte um 9.05 Uhr bei 20,50 Euro.

US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag

Bei den US-Arbeitsmarktdaten rechnen Händler mit schwächeren Zahlen und damit mit mehr Arbeitslosen. Dies wäre für den Markt ein negativer Indikator, da er auf eine nachlassende Konjunktur hinweise, heißt es. Sollten die Zahlen allerdings eine Stabilisierung anzeigen, sei mit einer Rally zu rechnen. Die Daten werden am Nachmittag veröffentlicht

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Pessimismus für Chemietitel

Schlechte Aussichten gibt es für die Chemietitel. Die Gewinnwarnung von Bayer könnte nach Meinung von Händlern nicht nur zu Umschichtungen innerhalb der Chemiebranche führen, sondern alle Chemietitel unter Druck bringen. Bayer hatte angekündigt, das anvisierte Wachstum beim operativen Gewinn von zehn Prozent auf Grund des schwachen US-Geschäfts doch nicht erreichen zu können. "Unverschämt" findet ein Marktteilnehmer die Informationspolitik von Bayer. Das Unternehmen habe erst kürzlich Quartalszahlen veröffentlicht und nichts gesagt. Erst jetzt komme die Warnung, lautet die Kritik.

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