Eröffnungsrede
Annan fordert "globale Antwort" auf organisiertes Verbrechen

dpa PALERMO. UN-Generalsekretär Kofi Annan hat das organisierte Verbrechen als "weltweite Herausforderung" für alle Staaten und Menschen bezeichnet. Drogenhandel, Korruption, Prostitution und Menschenhandel nutzten immer mehr moderne Technologien. Nationale Kriminalitätsbekämpfung habe daher keine Chance mehr, sagte Annan zur Eröffnung einer UN-Konferenz am Dienstag in Palermo. "Die globale Herausforderung braucht eine globale Antwort."

Die Macht internationaler Verbrecherbanden drohe immer stärker zu werden. "Ihre Zahl wird immer größer, ihre Waffen immer gefährlicher", sagte Annan. Aber auch die weltweit organisierten Verbrechersyndikate "sind nicht unbesiegbar". Ein erster Schritt sei die "Konvention von Palermo", die UN-Mitgliedsländer bei der Konferenz unterzeichnen wollen.

An dem viertägigen Treffen nehmen 110 Minister sowie 15 Staats- und Regierungschefs teil, unter ihnen Bundesinnenminister Otto Schily und Justizministerin Herta Däubler-Gmelin. Die Konvention sieht vor, dass weltweit Schlupflöcher für das internationales Verbrechen gestopft werden. Die Unterzeichnerstaaten verpflichten sich etwa, bereits die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung unter Strafe zu stellen. Verdächtige sollen schneller ausgeliefert werden.

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