Erst ab 2004 mehr Tempo erwartet
Flaute dämpft Unterhaltungs- und Medienmarkt

Die Medien- und Unterhaltungsindustrie verspürt weltweit die schwache Konjunktur. Nach mehreren Jahren mit hohen Zuwachsraten sind die Gesamtausgaben in diesem Bereich im vergangenen Jahr nur noch um 1,5 Prozent auf 1,1 Billionen US-Dollar gestiegen.

ddp/vwd FRANKFURT. Das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) sieht in einer am Montag veröffentlichten Studie als Gründe vor allem das Scheitern vieler Unternehmen am Neuen Markt, die schwache Weltwirtschaft und die dadurch sinkenden Umsätze am Werbemarkt sowie die Nachwirkungen der Terroranschläge in den USA.

Diese Faktoren werden laut PwC-Studie auch noch im laufenden und im kommenden Jahr das Wachstum des Bereichs dämpfen. Spätestens ab 2004 sei dann aber wieder mit einer höheren Dynamik zu rechnen. In den kommenden fünf Jahren könne die Medien- und Unterhaltungsindustrie mit einer Wachstumsrate von jährlich 5,2 Prozent rechnen. Das Gesamtvolumen des Marktes werde damit weltweit auf 1,4 Billionen US-Dollar im Jahr 2006 steigen.

Die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) war im vergangenen Jahr mit einem Volumen von 340 Milliarden US-Dollar nach den USA mit 438 Milliarden US-Dollar der zweitstärkste Unterhaltungs- und Medienmarkt. In der EMEA-Zone sei bis zum Jahr 2006 vor allem durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und der damit verknüpften Vergabe von Fernsehrechten mit einem merklichen Aufschwung zu rechnen. Das Volumen dürfte laut PwC-Expertise bis zu diesem Zeitpunkt auf 428 Milliarden US-Dollar steigen. Das entspräche einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 4,7 Prozent pro Jahr.

Den größten Schub erhält der Markt in den Jahren 2005 und 2006 durch den digitalen Vertrieb von Inhalten, sind die Experten überzeugt. Auch der spätestens 2004 zu erwartende wirtschaftliche Aufschwung werde den Werbemarkt beflügeln. Weltweit dürften dann die Werbeausgaben bis 2006 jährlich im Schnitt um 4,7 Prozent steigen und insgesamt ein Volumen von 404 Milliarden US-Dollar erreichen. Den Branchen macht trotz verschärfter Kontrollen aber zusehends die Verbreitung von Raubkopien und die unerlaubte Nutzung urheberrechtlich geschützter Produkte zu schaffen. Dadurch werde das Wachstum bei Musikaufnahmen, Heimkino und Büchern weiterhin gebremst, schätzt PwC ein.

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