Erst ab 2005 schwarze Zahlen
Experten: Microsoft-Spielekonsole mit großen Anlaufverlusten

Dem Microsoft-Konzern drohen mit der Spielkonsole Xbox in den ersten fünf Jahren Milliardenverluste.

ddp REDMOND. Danach könnte das Projekt, mit der Xbox die Großen der Branche herausfordert, bei Microsoft bis zum Jahr 2005 ein Defizit von umgerechnet bis zu 4,4 Milliarden Mark verursachen, teilte der Online-Informationsdienst ZDNet (www.zdnet.com) unter Berufung auf den Merrill-Lynch-Analysten Henry Blodget Lynch am Mittwoch mit.

Nach Blodgets Worten wird Microsoft das Opfer der auf dem Konsolenmarkt üblichen Praxis, die Hardware mit möglichst niedrigen Preisen in den Markt zu pressen und dann an den Lizenzen für die einzelnen Spieletitel zu verdienen. Blodget errechnete, dass Microsoft bei jeder verkauften Xbox umgerechnet 260 Mark zulegen muss. Der Gesamtverlust werde umso größer, je erfolgreicher Microsoft den Playstation-2-Herausforderer am Markt platzieren kann. Hinzu kämen noch die Kosten für Marketing und Vertrieb. Microsoft hatte angekündigt, alleine für eine Milliarde Mark X-Box-Werbung zu schalten.

Zum Problem für Microsoft könnte nach Blodgets Einschätzung auch werden, dass die Xbox teurer zu produzieren sein wird als die Playstation 2. Gleichzeitig könne es sich der Herausforderer nicht erlauben, sein Produkt für einen höheren Preis anzubieten als Sonys Bestseller. Hier drohen weitere Milliardenverluste.

Die Merrill-Lynch-Analyse stellt allerdings deutlich dar, dass es sich bei den genannten Zahlen um Anlaufverluste handelt. Von 2005 an könnte Microsoft mit der Xbox schwarze Zahlen schreiben.

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