Erst am Anfang der Verhandlungen
BT spricht mit Vodafone über Börsenzukunft von Airtel

Reuters LONDON. British Telecom (BT) verhandelt eigenen Angaben zufolge mit seinem größten Konkurrenten Vodafone über die zukünftige Entwicklung des spanischen Gemeinschaftsunternehmens Airtel. "Wir befinden uns in Verhandlungen mit Vodafone und Airtel über die Möglichkeiten eines Börsengangs", sagte ein BT-Sprecher am Dienstag in London. Die von BT angestrengten Verhandlungen stünden jedoch noch am Anfang, hieß es. Weitere Details wollte der Sprecher nicht nennen. Man habe sich alle Beteiligungen unter dem Blickwinkel angeschaut, den Anteilsbesitz zu gegebener Zeit zu maximieren.

In der Branche wird darüber spekuliert, dass sich die mit rund 30 Milliarden Pfund (91,5 Milliarden DM) verschuldete BT nach dem Machtverlust bei Airtel über einen Börsengang aus dem Gemeinschaftsunternehmen zurückziehen könnte. Gründe dafür könnten die bewusste Aufgabe von Minderheitsbeteiligungen ohne maßgeblichen Einfluss oder eine erleichterte Annäherung an den spanischen Branchenführer Telefonica sein. BT und Telefonica hatten vor zwei Jahren ergebnislos Fusionsgespräche geführt. Zu einer Wiederannäherung an Telefonica wollte der BT-Sprecher nicht Stellung nehmen. "Es gebe keine spezifischen Gespräche", allerdings sei "nichts ausgeschlossen", sagte der Sprecher.

Airtel bietet in Spanien Mobilfunkdienstleistungen an und ist nach Telefonica Moviles Branchenzweiter. Vodafone hatte Ende vergangenen Jahres seine Vormachtstellung bei Airtel auf 73 Prozent des Kapitals ausgebaut, indem von einem Konsortium aus Banken, einem Bauunternehmen und einer Holdinggesellschaft knapp elf Prozent der Anteile übernommen worden waren. BT hält 18 Prozent des Airtel-Kapitals.

Auch in Frankreich und Italien ist BT jüngst bei seinen Beteiligungen in Hintertreffen geraten. Die Co-Anteilseigner Vodafone und Vivendi Universal hatten sich ohne Beteiligung von BT auf ein gemeines Internet-Portal namens Vizzavi geeinigt. In Italien leidet das Gemeinschaftsunternehmen Blu unter Streit zwischen den Anteilseignern und hat keine UMTS-Mobilfunklizenz erhalten. In Deutschland hat BT hingegen mit der vollständigen Übernahme des Festnetz- und Mobilfunkunternehmens Viag Interkom seine Stellung ausgebaut. BT hat dazu die Anteile von E.ON für 7,25 Milliarden Euro DM ohne Gesellschafterdarlehen und von Telenor für rund 4,8 Milliarden DM übernommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%